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Pferdegebisse

Das Pferdegebiss bzw. die Trense ist Bestandteil des Zaumzeugs. Die Trense liegt in einer zahnfreien Lücke im Pferdemaul und wird an den Backenstücken des Trensenzaums befestigt. Diese wiederum dienen der Anbringung der weiteren Zäumung und der Zügel. Sinn und Zweck des Pferdegebisses ist es, das Pferd leichter zu führen. Je nach Reitstil werden verbale Befehle, Schenkeldruck und Gewichtsverlagerung in unterschiedlicher Gewichtung kombiniert. Die Auswahl an Pferdegebissen ist groß. Doch was hat es mit Kandare, Kunststofftrense, Ledertrense, Olivenkopfgebiss, Pelham, Schenkeltrense, Springkandare, Unterlegtrense, Wassertrense, Westerntrense und Co. auf sich? Damit Du das passende Gebiss für Dein Pferd findest, haben wir eine informative Übersicht zum Thema zusammengestellt.

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Häufig gestellte Fragen über Gebisse

Welches Gebiss ist für Pferde mit Anlehnungsproblemen?

Wenn Pferde Anlehnungsprobleme haben, liegt das in den allermeisten Fällen nicht am Gebiss, sondern an Faktoren wie dem Ausbildungsstand, der Reiterhand, den Zähnen, dem Sattel oder muskulären/physischen Problemen. Sind nun aber alle diese Punkte ausgeschlossen und die Anlehnungsprobleme bestehen fort, kann der Reiter seine Gebisswahl hinterfragen und ein weicheres Gebiss wählen. Viele Pferde reagieren hochempfindlich auf Gaumendruck oder Druck auf die Zunge, weshalb die Wahl zwischen unterschiedlichen Brechungen eines Gebisses meist die Lösung des Problemes darstellen. Ansonsten kann zwischen fixierten Seitenteilen oder auch frei beweglichen Seitenteilen gewechselt werden, die entweder die Lage im Maul stabilisieren oder auch etwas mehr Bewegungsspielraum lassen.

Welche Gebissgröße ist die richtige für mein Pferd?

Um die richtige Gebissgröße zu ermitteln gibt es viele Wege. Mittlerweile bieten mehrere Hersteller kleine Schablonen oder anderweitige Hilfsmittel an, die die Gebissgröße kinderleicht bestimmen lassen. Doch auch wenn keine solche Produkte zur Hand sind, lässt sich die passende Gebissgröße durch einen kleinen Trick bestimmen. Dabei nimmt man ein etwas längeres Gebiss und legt es dem Pferd an die passende Stelle im Maul. Die Punkte links und rechts -oder eben nur auf einer Seite, werden "markiert" und später ausgemessen. Nun wird zu dieser Zentimeterangabe ein halber Zentimeter dazugerechnet. Lassen Sie sich bei der Bestimmung von einem Fachmann helfen, um auch wirklich die passende Größe zu ermitteln oder fragen Sie bei Bedarf einen Ausbilder.

Welches Gebiss für ein junges Pferd?

Junge Pferde haben noch nicht viele Gebisse gesehen und sind deshalb oftmals noch sehr fein und empfindsam im Maul. Da es keine pauschale Antwort auf diese Frage gibt, da jedes Pferd anders reagiert, bleibt nur eine grobe Weisung und Empfehlung in die Richtung eines doppelt gebrochenen Gebisses mit stabilen Seitenteilen, sodass das Gebiss nicht allzu unruhig im Maul liegen kann und gleichzeitig den Druck auf die Laden minimiert. Ebenso geeignet sind allerlei Arten von Wassertrensen, da diese das Allround-Gebiss schlechthin darstellen. Gerade bei jungen Pferden sollte die Devise "so einfach wie möglich" gelten, funktioniert dieser Weg dann nicht, kann immernoch gewechselt werden.

Welches Gebiss für empfindliches Pferd?

Empfindliche Pferde profitieren von weichen, fein einwirkenden Gebissen. Bei dieser Sorte Pferd spielt das Material oftmals eine genauso große Rolle wie die Form, sodass das eine Pferd Ledergebisse und das andere Kunstoff oder Metallgebisse vorzieht. Mittlerweile gibt es eine große Vielfalt an Materialien und Legierungen, die es auch Pferden, die bspw. auf Metall allergisch reagieren, es möglich macht ein Gebiss zu tragen. Auch bei empfindlichen Pferden gilt die Devise eines einfachen und sanft einwirkenden Gebisses.

Welches Gebiss braucht mein Pferd?

Pferde sind so unterschiedlich und vielfältig wie Menschen, weshalb jeder sein eigenes Pferd genauestens kennen und beobachten sollte. Sind die richtige Größe und Dicke des Gebisses festgestellt, steht der Reiter nun vor der Aufgabe, die richtige Form mit den richtigen Trensenringen o.Ä. zu finden. Der Ausgangspunkt für viele Ausbilder stellt die einfach oder auch die doppelt gebrochene Wassertrense dar. Stellt man dann durch das reiterliche Gefühl oder durch einen erfahrenen Ausbilder im Laufe der Zeit fest, dass das Gebiss sich nicht für das jeweilige Pferd eigent, kann man individuell auf die Problembereiche eingehen und ein anderes Gebiss ausprobieren. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern muss individuell nach dem Reitergefühl und der Erfahrung eines Ausbilders ausgehandelt werden.

Wie muss ich das Gebiss einschnallen?

Gebisse haben, anders als viele es wahrnehmen möchten, auch einen für links und rechts vorgesehenen Teil. Der genaue Blick genügt oftmals schon um herauszufinden, welche Seite auf welcher Hand eingeschnallt werden muss. Informationen über Zeichen oder ähnliches finden sich schnell auf den Herstellerseiten. Ist hingegen kein Zeichen oder auch keine Beschriftung auf dem Gebiss erkennbar, die die Einschnallrichtung erkennen lässt, genügt oftmals der einfache Menschenverstand. Dafür nimmt man das eine Ende des Gebisses in die linke Hand und das andere in die Rechte, Nimmt man nun die eigenen Fäuste zusammen, sollte das Gebiss (falls es gebrochen ist) nach oben entweichen. Wurde nun festgehalten wo rechts und wo links ist, wird das Gebiss genau so in das Reithalfter eingeschnallt, wie es die eigenen Fäuste vorgegeben haben. Die linke Seite des Gebisses in die linke Schnalle des Reithalfters, dabei ist die Ansicht zu beachten. Man spricht beim Einschnallen in das Reithalfter immer von der linken Hand, sprich von der linken Seite des Pferdes. Auf der anderen Seite wird die ganze Prozedur wiederholt. Sollten immernoch Unsicherheiten bestehen, sollte zum Schutz des Pferdes ein erfahrener Ausbilder zu Rate gezogen werden.

Welches Gebiss für Pferde die sich auf das Gebiss legen?

Warum sich ein Pferd auf die Hand legt, hat oftmals eher mit der Ausbildung als mit der Wahl des Gebisses zutun. Pferde legen sich aus unterschiedlichsten Gründen auf das Gebiss. Zum einen gibt es grundsätzlich stärkere und feinere Pferde, jedoch weist ein auf die Hand legen immer auf fehlende Kraft oder zuviel Zug auf dem Zügel hin. In beiden Varianten empfielt es sich mit einem einfachen, gleichwohl fein einwirkendem Gebiss zu arbeiten und seine eigene Reitweise ständig zu überprüfen. Druck erzeugt immer Gegendruck, weshalb die Pferde stets losgelassen werden müssen.

Welches Gebiss zum Anreiten?

Gerade in der Jungpferdeausbildung ist die Wahl des richtigen Gebisses von Bedeutung, da die Pferde zum ersten Mal in Kontakt mit einem Gebiss kommen. Aus diesesm Grund ist es wichtig ein sanftes und einfaches Gebiss zu verwenden. Empfehlenswert und oftmals eingesetzt werden in diesem frühen Stadium oftmals einfach oder doppelt gebrochene Wassertrensen. Damit kommt eine Vielzahl von Pferden gut klar und einem erfolgreichen Start in das Reitpferdeleben sollte so nichts mehr im Wege stehen.

Wie muss ein Gebiss sitzen?

Neben den unterschiedlichen Formen und Ausführungen, gibt es die beiden Indikatoren der Länge und der Dicke eines Gebisses. Die Länge lässt sich schnell herausfinden, da Wassertrensen oder solche, die sich im Aufbau ähneln, grundsätzlich einen halben Zentimeter länger sein sollten als das Maul des Pferdes breit ist. Wichtig zu beachten ist hierbei aber auch, dass Gebisse, die bspw. wie die Kandare weiter unten im Maul eingeschnallt werden, kürzer gekauft werden sollten, da sich das Maul des Pferdes nach vorne hin verjüngt. Weiterhin wichtig bleibt die Gebissstärke, diese ist allerdings nicht ganz so leicht zu ermitteln, weshalb es ratsam ist einen erfahrenen Ausbilder hinzuzuziehen. Ein zu dickes Gebiss kann den Druck im Maul empfindlich erhöhen, wohingegen ein zu dünnes Gebiss sehr scharf aus die umliegenden Strukturen einwirkt. Je nach Ausbildungsstand des Reiters, des Pferdes und der rassetypischen Ausprägung des Maules wird hier zwischen den Gebissstärken von 10mm-18mm entschieden.

Welches Gebiss für ein starkes Pferd?

Wenn Pferde in der Arbeit sehr stürmisch oder stark sind, gehen sie meistens gegen die Hand und vermindern somit die Einwirkung und die Kontrolle des Reiters. Passiert das jeden Tag in der normalen Arbeit auf dem heimischen Gelände, sollte die Gebisswahl und der eigene Reitstil streng überprüft werden. Häufig erzeugt Druck - Gegendruck, der sich dann solange hochschaukelt, bis der Reiter zu härteren Mitteln greift und ein schärferes Gebiss anwendet. Hat man allerdings ein Pferd, das vorallem im Parcours heiß läuft und möchte mehr Kontrolle, dann eignen sich Stangengebisse oder Pelhams, da diese vermehrten Druck auf den Gaumen oder auch auf die Laden ausüben. Gebisse die wie das Pelham mit einer Hebelwirkung fungieren, erzeugen weiterhin Druck auf das Genick, wodurch zahlreiche Druckpunkte geschaffen werden. Wichtig zu betonen ist allerdings nochmal, dass zuerst die Ursache für das "stark sein" herausgefunden wird, bevor man zu schärferen Gebissen greift, die das Pferd im schlimmsten Fall nur noch stärker werden lassen.

Welches Gebiss regt zum Kauen an?

Ein Gebiss als solches kann kein Pferd zum Kauen anregen. Erst durch das korrekte Gymnastizieren und Arbeiten eines Pferdes, beginnen diese schlussendlich zu kauen. Das Abkauen und die damit verbundene Speichelbildung ist ein Zeichen der Losgelassenheit des Pferdes und muss sich somit erarbeitet werden. Jedoch gibt es mittlerweile durch die Industrie verschiedene Legierungen oder Materialien, die kaufördernd fungieren. Ein korrektes Reiten wird dabei aber keinesfalls ersetzt, gegebenenfalls nur unterstützt und unterstrichen. Neben den industriell erzeugten Legierungen dient das Naturprodukt Leder ebenfalls als kauförderndes Produkt, weshalb viele Gebisse mittlerweile aus Leder gefertigt werden.

Welches Gebiss ist für Hobbyreiter geeignet?

Ein echter Allrounder unter den Gebissen sind die sogenannten Wassertrensen. Diese sind sowohl einfach, als auch doppelt gebrochen erhältlich. Was sie unabhängig von den verschiedenenen Brechungen auszeichnet, sind die beidseitigen großen Ringe, die lose durch das Mundstück gleiten können. Dadurch wirken Wassertrensen nicht zu starr und können die ein oder andere unruhige Bewegung der Reiterhand abschwächen. Auch als Hobbyreiter kann man zuhause auf Turnierniveau trainieren und entsprechende Gebisse (wie bspw. eine Kandare) verwenden. Fraglich bleibt jedoch welchen Nutzen und Zweck sich der Reiter daraus erhofft. Egal ob Hobby- oder Turnierreiter, jeder sollte sein Gebiss in Abstimmung und im Sinne seines Pferdes wählen. Meistens entsteht ein viel zu großer Wirbel um das Thema Gebisse. Die naheliegenste Lösung für eine Vielzahl - natürlich nicht alle eingeschlossen - von Pferden, liegt aber in den hochwertigen, metallischen Wassertrensen verschiedenster Hersteller.

Welches Gebiss für ein mauliges Pferd?

Grundsätzlich ist immer herauszufinden, woher die Unzufriedenheit des Pferdes stammt. Selbst ein hochwertiges, optimal sitzendes Gebiss kann keine Wunder vollbringen. Demnach sollten zuerst die äußeren Faktoren abgeklärt werden, die häufig dafür verantwortlich sind, dass ein Pferd in der Anlehnung maulig und nörgelig ist. Sind etwaige Faktoren wie die Zähne, der eigene Reitstil oder bspw. auch muskuläre Probleme ausgeschlossen und es stellt sich langfristig keine merkliche Verbesserung ein, kann über ein anderes Gebiss nachgedacht werden. Auch hier gibt es wie immer keine pauschale Antwort, denn jedes Pferd hat andere Vorlieben und damit verbunden auch Ansprüche. Manche Pferde reagieren schnell nörgelig, wenn zuviel Druck auf der Zunge lastet. In solch einem Fall empfielt es sich auf ein einfach gebrochenes Gebiss umzusteigen, denn durch die einfache Brechung des Mundstückes, kann das Pferd das Gelenk mit der Zunge minimal nach oben drücken. Weiterhin könnte man über die Gebissstärke oder die Ringgröße nachdenken. Je nach Ausbildungsstand der Reiters wie auch des Pferdes, ergeben sich so tausende Variationen. Im Endeffekt gibt es für solche Probleme leider kein Patentrezept. Empfehlenswert bleibt am Ende einfach auf sein Gefühl zu hören und im Bedarfsfall einen professionellen Ausbilder um Hilfe zu bitten.

Welche unterschiedlichen Pferdegebisse gibt es?

Für Pferdegebisse kommen unterschiedlichste Materialien zum Einsatz. Trensen können komplett aus Titan, Carbon, Sensogan oder Stahl bestehen, aber auch Mischmaterialien sind weit verbreitet. Beispielsweise kann das Maulstück aus flexiblem Kunststoff mit Edelstahl bestehen, während die Ringe wiederum aus Stahl gefertigt werden. Sowohl das Maulstück als auch die Gebissringe sind bei uns im Fundis Onlineshop in unterschiedlichen Formen erhältlich, abhängig von Vorlieben und der angedachten Anwendung.Außerdem bieten wir Spezial-Gebisse wie Korrekturgebisse für Zungenproblem an. Sie sind anatomisch geformt, so dass die Zunge frei liegt. Sie können für einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen eingesetzt werden.

Grundsätzliche Kategorisierungen der Gebissarten:

  • Stangengebisse: das Pferdegebiss besteht aus einer festen Stange

  • doppelt gebrochen: das Gebiss ist mehrfach gebrochen und besteht aus mehreren Stangen, welche durch Gelenke verbunden werden

  • einfach gebrochen: das Mundstück besteht aus zwei Stangen, die durch ein Gelenk miteinander verbunden sind

Hackamore, Schenkeltrense und Co.: Die Gebissarten im Fundis Sortiment

Im Fundis Shop führen wir eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Pferdegebissen, so dass für beinahe jeden Reitstil die passende Trense verfügbar ist. Westerntrensen führen wir nicht.

Gebissarten im Fundis Sortiment:

  • Baucher Gebisse: Das Baucher Gebiss hat dank der festen Verschnallung am Zaum eine präzisere Wirkung als beispielsweise die Wassertrense. Diese Gebissart ist recht mild, da das Pferdegebiss stabil im Maul liegt.

  • Nathe Gebisse: Nathe Gebisse sind durch den speziellen, anti-allergen Kunststoff besonders maulfreundlich und damit vorallem für sensible und maulempfindliche Pferde geeignet. Der Kunststoff ist lebensmittelecht, temperaturneutral und frei von Weichmachern.

  • Aufziehtrense: Eine Aufziehtrense wird mit speziellen gelöcherten Ösen versehen, durch die eine Aufziehtrensenkordel oder ein Tau gezogen und am Zaumzeug beziehungsweise an den Zügeln befestigt werden kann.

  • D-Ring Trense: Die D-Ring Trense sorgt für eine nachhaltig ruhige und neutrale Position im Pferdemaul. Daher ist das Gebiss ideal für unerfahrene, junge Pferde geeignet. Besonders unerfahrene Reiter profitieren vom D-Ring, damit, dass es die Krafteinwirkung bei unruhigeren Händen besser dosiert.

  • Hackamore: Das Hackamore ist ein Pferdegebiss, das ausschließlich von erfahrenen Reitern genutzt werden sollte. Zumeist wird es als gebisslose Zäumung verwendet, um das Pferdemaul zu schonen. Die Wirkung erzielt das Gebiss durch die Wirkung auf die Nase des Pferdes.

  • Kandare, Dressurkandare und Springkandare: Die Kandare – oder im Spezialfall die Springkandare – bezeichnet ein Mundstück, das nicht gebrochen ist, jedoch Anzüge besitzt. Sie garantiert eine gleichmäßige Verteilung des Zügelzugs auf Gebiss und Genick und ermöglicht eine intensive und feine Einwirkung auf das Pferd.

  • Kunststofftrense oder Gummigebiss: Gummigebisse sind ideal für Pferde geeignet, die kein metallenes Pferdegebiss im Maul vertragen. Optimalerweise sollte ein Metallkern verarbeitet sein, um einen Durchrieb zu vermeiden.

  • Ledertrense: Gebisse aus Leder passen sich dem Pferdemaul gut an und sind verhältnismäßig weich und nachgiebig. Sie sind jedoch pflegeintensiv und relativ kurzlebig.

  • Olivenkopfgebiss: Ein Olivenkopfgebiss ist ideal, um Verletzungen des Pferdemauls zu verhindern. Durch das Olivenkopfgebiss wird die Gebissstange arretiert. Allerdings gilt es daher als schärferes Gebiss, da zugleich eine größere Hebelwirkung auf das Pferdemaul ausgeübt wird.

  • Pelham: Das Pelham besteht aus kurzen (Baby Pelham) oder langen Seiten. Je nach Länge der Seite entsteht so eine größere oder geringere Hebelwirkung. Man kann das Gebiss entweder mit zwei Zügel reiten, jeweils an oberem und unterem Ring befestigt, oder mit nur einem Zügel, welcher am Brücken-Riemen zwischen den beiden Ringen befestigt wird und die Krafteinwirkung im Vergleich abmildert.  

  • Schenkeltrense: Eine Schenkeltrense oder Knebeltrense ist eine Abwandlung des Olivenkopfgebiss. Sie eignet sich ideal bei Pferden, die Probleme mit der Führung durch den Reiter haben oder schlichtweg jung und unerfahren sind. Die seitlichen Anzüge verhindern, dass das Gebiss durch das Pferdemaul gezogen wird. Die Schenkeltrense eignet sich ideal für Training, Longieren, Kutschfahrten etc.

  • Spezial-Gebisse: Spezial-Gebisse sind beispielsweise Korrektur-Gebisse, die auf die besonderen Bedürfnisse von Pferden ausgerichtet sind.

  • Unterlegtrense: Sobald die Nutzung einer Kandare in Frage kommt, sollte auch eine Unterlegtrense ins Spiel kommen. Die Unterlegtrense dient der zusätzlichen Schonung des empfindlichen Pferdemauls.

  • Wassertrense: Die Wassertrense ist das klassische Allround Gebiss, welches auf nahezu alle Einsatzgebiete angewendet werden kann. Die Kraft, welche der Reiter über die Zügel auf das Gebiss gibt, wirkt direkt auf die Stelle im Maul des Pferds, auf welcher die Trense liegt.

  • 3-Ring Gebiss: Ein 3-Ring-Gebiss wird auch als Pessoa bezeichnet. Gerade bei ungestümen Pferden kommt dieses Pferdegebiss gerne zum Einsatz, da sie sich durch das 3-Ring Gebiss mit wenig Kraftaufwand besser kontrollieren lassen als mit den meisten Alternativen.

Was ist bei einem Pferdegebiss zu beachten?

Das Pferdegebiss liegt in einer zahnfreien Lücke im Pferdemaul und muss an das Pferd angepasst sein, um Verletzungsrisiken vorzubeugen. Falls das Pferdegebiss zu lang ist, kann sie verrutschen. Ist sie hingegen zu kurz, kommt es zu Quetschungen von Hautfalten im Mundwinkel der empfindlichen Tiere. Als grober Richtwert lässt sich sagen, dass die Länge des ausgewählten Pferdegebisses die Breite des Pferdemauls auf beiden Seiten um einen halben Zentimeter überschreiten sollte. Zum Messen wird hier für gewöhnlich der Abstand der Gebissringe genutzt. Weiterhin spielt die Dicke der Trense eine große Rolle. Ist das Pferdegebiss zu dick, kann Dein Pferd unter Umständen sein Maul nicht mehr richtig schließen oder aber es kommt zu unangenehmen Druckstellen. Hier sollte nach eigenem Ermessen geprüft werden, welches Pferdegebiss in Frage kommt. Am gebräuchlichsten sind 16mm; es geht aber auch noch kleiner bis zu 10 mm und höher bis 23 mm.

Generell ist es wichtig, das Pferd in die Entscheidung einzubeziehen. Nur, wenn sich das Tier wohlfühlt, kann die Kommunikation zwischen Reiter und Tier komplikationsfrei funktionieren. Sollte der Vierbeiner also ungewöhnlich auf die Trense reagieren, ist es ratsam, eine Alternative zu wählen.

  • Ist die Passform abgestimmt?
    • Länge
    • Dicke

  • Ist das Pferd mit dem ausgewählten Pferdegebiss einverstanden?

  • Ist die Zunge uneingeschränkt beweglich?

Wie wirkt die Trense auf das Pferd?

Die Trense liegt in Höhe der Mundwinkel auf der Zunge, wodurch die Zunge als Kissen fungiert. Rund 90 % der Zügelhilfen wirken unmittelbar auf dieses empfindliche Körperteil. Zudem wird indirekt Druck auf den zahnfreien Kieferbereich aufgebaut. Je nach anatomischen Voraussetzungen reagieren Pferde unterschiedlich sensibel auf Pferdegebiss und Zügelhilfe. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass das Reithalfter so verschnallt wird, dass das Pferd die Möglichkeit erhält, das Maul bei Bedarf zu öffnen und übermäßigen Druck zu regulieren. Als verantwortungsbewusster Reiter solltest Du zum Schutz Deines Tieres regelmäßig Deine Handführung, den Sitz des Pferdegebisses und die Gesundheit von Maul, Kiefer und Zunge prüfen.

Pferdegebiss und Zähne: Auf das Zusammenspiel kommt es an

Bei der Wahl der Trense ist es wichtig, auch den Kiefer und die Zähne des Pferdes im Blick zu behalten. Denn die Zähne sind genauso wie bei anderen Tieren oder beim Menschen ein wichtiger Faktor in Sachen Gesundheit und Wohlbefinden. Nur, wenn das Zusammenspiel zwischen Trense und Pferde Zähnen stimmig ist, kann eine schonende Zügelführung gewährleistet werden.

Pferde werden mit Milchzähnen geboren und durchlaufen im Alter von drei Jahren einen Zahnwechsel. Spätestens im Alter von fünf bis sechs Jahren verfügen sie über ein vollständig ausgebildetes Gebiss mit 36 bis 44 Zähnen: Ein erwachsenes Pferd hat zwölf Schneidezähne, bis zu vier Hengstzähne oder Eckzähne, bis zu vier Wolfszähne sowie 24 Backenzähne. Die bleibenden Zähne reiben sich kontinuierlich ab und werden zugleich aus dem Zahnfleisch herausgeschoben. Durch die sich somit verkürzende Wurzel entsteht der Eindruck, dass die Zähne des erwachsenen Pferdes stetig weiterwachsen. Die Trense findet Platz zwischen den Schneidezähnen und den Backenzähnen, da sich hier eine zahnfreie Lücke befindet. Um Risiken vorzubeugen, sollte das Gebiss des Pferdes ebenso wie der Sitz der Trense jedes Jahr ein- oder zweimal von einem Spezialisten begutachtet werden.

Gebisse und die Besonderheiten von Pferdezähnen

Wie auch beim Menschen kommt es vor, dass Pferde Zähne besondere Eigenschaften oder Formen aufweisen. Diese sollten speziell beobachtet oder sogar behandelt werden, um die Gesundheit des wertvollen Vierbeiners zu schonen. Ein Zungenfehler, der beim gezäumten Pferd auftritt, kann ein Indiz sein und sollte alarmieren. Nicht immer liegt die Ursache ausschließlich bei einem falsch gewählten Gebiss. Dennoch sollte dieses auf die individuellen Besonderheiten des Pferdes angepasst werden.

  • Schneidezähne (Incisivi): Werden die Schneidezähne eines Pferdes nicht ausreichend abgerieben, werden sie im Verhältnis zu den Backenzähnen zu lang. Durch den verringerten Kontakt muss Dein Pferd beim Zermahlen von Futter dieses Ungleichgewicht durch starkes Pressen durch die Kaumuskulatur ausgleichen. Die Kiefergelenke werden stark belastet.

  • Backenzähne (Mahlzähne): Die Pferde Backenzähne werden in vordere (Prämolare) und hintere (Molare). Besonders anfällig sind die Zähne, die den Übergang bilden.

  • Wolfszähne: Wolfszähne haben ihren Namen durch ihr Aussehen erlangt. Wie auch die Hengstzähne kommen die Wolfszähne hin und wieder als überflüssiges Relikt vor. Sie liegen vor dem ersten funktionstüchtigen Backenzahn und verursachen Schwierigkeiten, wenn sie mit der Trense in Kontakt kommen. Zudem können die spitzen Zähne die Zunge und die Lefzen verletzen, es kommt zu Entzündungen oder sie reizen als in der Schleimhaut verborgene Zähne das gesamte Gebiss.

  • Hengstzähne: Beim Menschen sind sie bekannt als Weisheitszähne, beim Pferd werden sie Hengstzähne genannt. Evolutionär nicht mehr relevant, sind sie rudimentär vorhanden und kommen zumeist bei Hengsten vor. Jedoch treten Hengstzähne auch bei Stuten auf. Je nach Größe und Lage führen sie zu Problemen im Gebiss.

  • Pferdezähne mit Haken: Ungleichmäßige Abnutzung führt bei seitlichen Backenzähnen zu scharfen Kanten. Das Pferd kann hierdurch bedingt den Kiefer nicht mehr uneingeschränkt hin- und herschieben.

  • Der Elfer: Der oberste Oberkieferbackenzahn und der hinterste Zahn im Unterkiefer, der sogenannte Elfer, bilden eine Schwachstelle. Da es hier leicht zu einem Überbiss kommt, durch den die Zähne keine Gegenspieler zum Abreiben haben, schieben sich die Zähne ungehindert aus dem Zahnfach heraus. Es entstehen Haken oder sogenannte Rampen.

Welches Gebiss passt zu meinem Pferd?

Da die Gebissart entscheidend für eine stimmige Kommunikation zwischen Pferd und Reiter ist, ist die Wahl der Trense nicht immer einfach. Grundsätzlich ist es entscheidend, dass folgende Fragen im Vorfeld gestellt werden:

  • Wie weit sind Du und Dein Pferd ausgebildet?

  • Was charakterisiert Deine Reiterhand?

  • Welche Gebissart kann Dich wobei unterstützen?

  • Welche Gebissgröße ist die passende?

  • Welche Gebissweite ist die richtige?

Welches Gebiss für ein empfindliches Maul?

Weiche Materialien wie eine Ledertrense sind hier denkbar. Auch eine Kunststofftrense oder ein Gummigebiss stellen eine Option dar, da es beide Varianten in unterschiedlichen Ausführungen mit variabler Materialflexibilität gibt. Für erfahrene Reiter ist hier das Hackamore ein gefragtes Modell. Es wird häufig als gebisslose Zäumung verwendet, wenn das Pferd beispielsweise eine Verletzung im Maulbereich hat oder ein Gebiss verweigert. Das Hackamore wirkt auf Genick, Nasenrücken und Kinngrube und verlangt einen besonders vorsichtigen Umgang. Deshalb gibt der Reiter dem Pferd nur mit Gewichts- und Schenkelhilfen seine Befehle und sollte darin geübt sein. Im Zweifelsfall ist es sinnvoll, einen Tierarzt für eine – gegebenenfalls vorübergehende – Lösung zu konsultieren. Auch bei Anlehnungsproblemen lohnt es sich, die Alternativen auszutesten und einen Experten für Pferdegesundheit hinzuzuziehen. Denn Anlehnungsprobleme können sowohl ein Symptom falscher Zäumung als auch schwerwiegenderer gesundheitlicher Probleme wie beispielsweise eine Erkrankung des Bewegungsapparates sein.

Welche Marken führt Fundis?

Wir bei Fundis haben uns seit mehreren Jahren dem Reitsport mit Leidenschaft verschrieben. Als erfahrene und begeisterte Freunde des Pferdesports wählen wir unsere Zulieferer sorgfältig aus und gehen Kooperationsverträge mit namhaften und innovativen Herstellern ein, die ebenso viel Wert auf Professionalität und Qualität legen, wie wir.

Markenhersteller, die im Fundis Sortiment mit Pferdegebissen und entsprechendem Zubehör vertreten sind:

  • HS Sprenger
  • Beris
  • Stübben
  • Trust
  • Lorenzini

Zubehör für Pferdegebisse: Unser Fundis Sortiment

Im Fundis Onlineshop findest Du alles, was Du für eine professionelle und schonende Zäumung benötigst. Passend zu Halftern und Pferdegebissen bieten wir eine große Auswahl an Zubehör, die das Zaumzeug komplettieren:

  • Zungenstrecker
  • Riemen Straps Long
  • Riemen Straps Short
  • Kinnkette
  • Kinnkettenhaken
  • Riemchen
  • Backenstück für Aufziehtrense
  • Backenstück Gag Ropes
  • Nasenschoner/Nasenbandbezug
  • Lederriemen
  • Filettrense mit Zungenbogenstange

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