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Alles Wissenswerte über die Organisation des Pferdesports in Deutschland

24. Februar 2020 // Lena Junker

Wo beantrage ich meine Turnierlizenz? Wer legt fest, mit welcher Ausrüstung ich reiten darf? Und warum sollte ich überhaupt Mitglied in einem Verein sein? Fragen über Fragen, mit welchen man sich als Reiter auseinandersetzen sollte. Auch im Reitsport herrscht die deutsche Bürokratie, welche sich oftmals als äußerst kompliziert erweist. In diesem Beitrag möchten wir dir eine Übersicht über die verschiedenen Zuständigkeitsbereiche geben.

Organisationsstruktur des Reitsports in Deutschland

Der Dachverband aller Reiter, Züchter, Fahrer und Voltigierer in Deutschland ist die sogenannte Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN). Von dort aus wird alles was den nationalen Reitsport betrifft, entschieden und festgelegt. Aufgeteilt werden kann die FN in drei Säulen.

Die größte Säule, der Bereich Sport, besteht aus 17 Landesverbänden und 16 Landeskommissionen, welche wiederum in 3.0702 Pferdebetriebe und 7.364 Reitvereine mit insgesamt 682.380 Mitgliedern aufgeteilt sind.

Außerdem gehören dem Bereich Sport das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR), der Deutsche Reiter- und Fahrer-Verband (DRFV) mit der Bundesvereinigung der Berufsreiter sowie die Deutsche Richtervereinigung für Pferdeleistungsprüfungen (DRV) als Mitgliedsverbände an.

Die Zucht ist in 25 Zuchtverbänden organisiert, die mit rund 80.000 Züchtern vertreten sind. Die letzte Säule bilden die 58.951 Pferdefreunde, die Persönlichen Mitglieder, welche direkt Mitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung sind.

Der FNverlag ist als hundertprozentige Tochter der FN der Fachverlag für alle wichtigen Regelwerke im nationalen Pferdesport, den Richtlinien für Reiten, Fahren und Voltigieren sowie einer großen Auswahl an Lehrbüchern, Ratgebern, Kinder- und Jugendbüchern und Bild- und Geschenkbänden. Die Autoren sind namhafte Experten aus der Pferdeszene, die ein breitgefächertes Sortiment für jeden Pferdebegeisterten bieten.

Organisationsstruktur der FN

Organigramm_Deutsche_Reiterliche_Vereinigung_2021
Quelle: https://www.pferd-aktuell.de/deutsche-reiterliche-vereinigung/verbandsstruktur-der-fn

Außerdem gibt es noch folgende Anschlussorganisationen der FN:

  • Bundesverband für klassisch-barocke Reiterei Deutschland e.V. (BfkbR)
  • Deutscher Akademischer Reiterverband e.V. (DAR)
  • Deutsches Kuratorium für therapeutisches Reiten e.V. (DKTHR)
  • Deutsche Jungzüchter Erste Westernreiter Union Deutschland e.V. (EWU)
  • Internationale Gangpferdevereinigung e.V. (IGV) Islandpferde-Reiter- und Züchterverband e.V. (IPZV)
  • Verein Deutscher Distanzreiter und -fahrer e.V. (VDD)
  • Verein Deutscher Hengsthalter (VDHH)

Eine weitere sehr wichtige Rolle im Pferdesport spielt die internationale Dachorganisation Fédération Equestre Internationale (FEI). Sie ist Veranstalter aller internationaler Reitsport Events und ist dort ebenso für die medizinische Betreuung sowie Dopingkontrolle zuständig.

Auch wenn die FN und FEI in vielen Bereichen zusammenarbeiten, agieren sie doch unabhängig voneinander. So hat die FEI keine Kontrolle über nationale Wettkampfveranstaltungen, welche von der entsprechenden Nationalföderation organisiert werden. Jedoch sind die nationalen Reglements für Turniere, die einheitliche und optimale Voraussetzungen gewährleisten sollten, an die der FEI angelehnt. Allerdings gibt es Unterschiede, beispielsweise im Richtverfahren.

FEI_Logo

Aufgabe der Vereine

Eine Vereinsmitgliedschaft ist jedoch nicht ausschließlich für Turnierreiter gedacht. Davon abgesehen, dass viele Vereine eine Mitgliedschaft voraussetzen, wenn du dein Pferd dort unterbringen oder die Anlage nutzen möchtest, hat eine Mitgliedschaft auch für Reiter ohne Turnierambitionen Vorteile.

Viele wissen gar nicht, dass sie als Mitglied in einem Reitverein eine Pferdesport Versicherung haben, die überall greift, nicht nur auf dem Vereinsgelände. So bist du sogar beim nächsten Reiturlaub an der Nordsee versichert. Der Mitgliedsbeitrag ist demnach gut investiert. Außerdem ist der Austausch mit Gleichgesinnten bei gemeinsamen Veranstaltungen oder Mitgliederversammlungen doch immer etwas Schönes und du hast auch immer jemanden mit dem du ausreiten gehen kannst.

Ganz wichtig zu erwähnen ist, dass ein Verein die wichtigste Organisationsform im Sport, und so auch im Pferdesport ist. Die Gemeinnützigkeit steht an erster Stelle und ist Grundvoraussetzung für die Gründung. So machen sich die verschiedenen Reitvereine zur Aufgabe, den Pferdesport in unterschiedlichen Hinsichten zu fördern. Dazu gehört zum Beispiel das Durchführen von Reitstunden oder Lehrgängen, das Organisieren von Turnieren, Fortbildungen oder die Möglichkeit, sein Pferd artgerecht unterzubringen. Übrigens kann jeder einen Verein gründen. Voraussetzungen hierfür sind “nur” 7 Mitglieder über 18 Jahre, die Erstellung einer Satzung und das Wählen des Vorstandes, unter Berücksichtigung der Satzung, und schon kann es losgehen.

Reiter im Herbstwald

Als Vereinsmitglied kannst du nach dem demokratischen Prinzip gleichberechtigt in der Mitgliederversammlung, dem höchsten Organ des Vereins, abstimmen.

Durch die Mitgliederversammlung wird auch der Vorstand gewählt, welcher für die Verwaltung und Vertretung des Vereins zuständig ist, aber auch andere wichtige Grundsatzentscheidungen werden hier getroffen. Diese können zum Beispiel Änderungen der Satzung, Festsetzung von Mitgliedsbeiträgen, die Entlastung des Vorstandes, Arbeitsaufträge für den Vorstand sowie Entscheidungen über Veranstaltungen und Anschaffungen sein.

Zur Unterstützung des Vorstandes können auch noch weitere Organe wie Beiräte, Ausschüsse oder ein erweiterter Vorstand gewählt werden. In vielen Vereinen spielt so der Jugendvorstand eine sehr wichtige Rolle. Dieser soll speziell auf die Jugendförderungen und gemeinschaftliche Aktivitäten eingehen.

Als Turnierreiter ist eine aktive Mitgliedschaft in einem Reitverein unumgänglich, da dies Voraussetzung bei der Teilnahme an LPO-Turnieren ist. Manche Veranstalter von Wettbewerben nach WBO-Richtlinien lassen auch Reiter ohne Mitgliedschaft starten, dies ist jedoch in der jeweiligen Ausschreibung nachzulesen. Wer mehrere Mitgliedschaften hat, muss sich bei der Turnierteilnahme jedoch entscheiden, für welchen Verein er starten möchte. Dieser ist dann der sogenannte Stamm-Verein.

Jedes Jahr muss die Stamm-Mitgliedschaft von einem Vereinsvertreter, in der Regel dem Vorstand, bestätigt werden. Diese Bestätigung musst du dir für den Erstantrag durch einen Vereinsstempel auf den Anträgen für die FN-Jahresturnierlizenz einholen und in den Folgejahren geschieht dies dann alles über das Portal “Nennung Online”.

Diese Stamm-Mitgliedschaft kannst du jedoch jederzeit wechseln. Hierzu hast du zwei Möglichkeiten: Das funktioniert einmal über das Online-Nennportal unter dem Menüpunkt “Mein Konto” und dann “Vereinswechsel” oder auch schriftlich mit Hilfe des Vereinsstempels des neuen, aber auch des vorherigen Vereins auf dem Vereinswechsel Formular. Alle Formulare kannst du dir auf der Seite der FN kostenlos runterladen. Beachte jedoch, dass es mehrere Tage bis Wochen dauern kann, bis der Vereinswechsel vollzogen ist.

Eine weitere Möglichkeit, um einen Verein zu unterstützen, ist die passive Mitgliedschaft. Sie ist in der Regel günstiger und bringt weniger Pflichten, aber auch Rechte mit sich. So musst du als passives Mitglied keine Arbeitsstunden leisten, die in vielen Vereinen vorgeschrieben sind. Du hast jedoch mit aller Wahrscheinlichkeit auch kein Stimmrecht bei der Mitgliederversammlung. Dies ist jedoch abhängig von der jeweiligen Satzung.

Eine passive Mitgliedschaft ist für Personen gedacht, die selbst nicht aktiv am Pferdesport teilnehmen, diesen aber dennoch unterstützen oder noch gerne an der ein oder anderen Vereinsveranstaltungen teilnehmen möchten. Außerdem ist der Wechsel von aktiv auf passiv auch dann ratsam, wenn es absehbar ist, dass man doch gerne nach einiger Zeit wieder aktives Mitglied sein möchte, da dann die Aufnahmegebühr wegfällt, die manche Vereine erheben.

FN - Deutsche Reiterliche Vereinigung

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung in Warendorf, oder kurz gesagt FN, ist wie bereits erwähnt der Dachverband aller Pferdeleute.

Deutsche Reiterliche Vereinigung

Für alle die sich wundern, wie die Abkürzung FN zustande kommt: Sie ist von der internationalen Bezeichnung Fédération Equestre Nationale abgeleitet. Der Aufgabenbereich des Sportbundes ist riesig, aber einen kurzen Überblick gibt der satzungsgemäße Zweck:

Zweck des Vereines ist:

  • die Förderung des Sports (§ 52 (2) Nr. 21 AO);
  • die Förderung der Tierzucht (§ 52 (2) Nr. 23 AO);
  • die Förderung des Tierschutzes (§ 52 (2) Nr. 14 AO);
  • die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie des Umweltschutzes (§ 52 (2), Nr. 8 AO)

Außerdem gehört die FN in ihrer Zuständigkeit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) und der Europäischen Reiterlichen Vereinigung (EEF) an.

Der nationale Turniersport umfasst ein sehr großes Aufgabenfeld. Von den jährlich stattfindenden 3.500 Turnieren mit über 70.000 Prüfungen und 1.500.000 Turnierstarts erfasst, dokumentiert und wertet die FN sämtliche Daten und Ergebnisse aus. Diesen Aufwand, kann sich bestimmt jeder gut vorstellen. Hier arbeitet die FN Hand in Hand mit den Vereinen, welche die Turniere veranstalten. Die Organisation liegt zwar in der Hand des Veranstalters, aber vieles im Hintergrund läuft über die FN.

So wird auch die Ausschreibung zum Beispiel von der Landeskommission, aber auch von der FN genehmigt. Wie oben beschrieben, managt die Deutsche Reiterliche Vereinigung die Turnierlizenzen aber auch die Eintragung der Turnierpferde, um mit diesen starten zu können und dann ganz wichtig das Nennungsverfahren, welches über Nennung Online stattfindet.

Die ganzen Bestimmungen und Rahmenbedingungen der Turniere und Wettbewerbe hat die FN in der LPO (Leistungs-Prüfungs-Ordnung) und WBO (Wettbewerbs-Prüfungs-Ordnung) festgelegt. Durch sie ist es möglich einheitliche Turnierbedingungen zu gewährleisten.

Des Weiteren hat die Ausbildung von Reitern, Fahrern, Voltigierern aber auch den Pferden einen sehr wichtigen Stellenwert. Hierfür werden verschiedene Veranstaltungen wie Lehrgänge oder auch Fortbildungen organisiert. Alles Wichtige im Zusammenhang mit der Ausbildung hat die FN in der APO (Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung) geregelt.

Gute Rahmenbedingungen in der Zucht sind ein wichtiges Anliegen der FN, für welches sie, neben dem Tierschutz und entsprechend fachgerechter Nutzung der Pferde, aktiv eintritt.

Viel zu tun für unsere Reiterliche Vereinigung. Solltest du in Sachen Reitsport Hilfe benötigen, kannst du die Homepage der FN besuchen. Hier findest du fast alle Antworten und auch Formulare, die du für den Reitsport brauchst, aber auch die Kontaktdaten des jeweiligen Ansprechpartners.

Was bedeuten WBO, LPO und APO?

Die verschiedenen Regelwerke der FN sind essenziell für den Reitsport und jedes Buch regelt einen anderen Bereich. Die Abkürzungen bedeuten folgendes:

  • WBO - Wettbewerbs-Prüfungs-Ordnung
  • LPO - Leistungs-Prüfungs-Ordnung
  • APO - Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung

In der WBO und LPO ist alles aufgelistet, was für Turniere, je nachdem ob Wettbewerbs- oder Leistungsprüfung, relevant sein kann. Dort ist geregelt, welche Kriterien du erfüllen musst, um starten zu dürfen, mit welcher Ausrüstung du reiten darfst, wie bewertet und platziert wird, welche verschiedenen Prüfungsarten es gibt und wie diese ausgetragen oder gerichtet werden. Dadurch soll ein geregelter Ablauf des Turniers gewährleistet sowie eine Chancengleichheit geschaffen werden.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass dadurch der Tierschutz eingehalten wird und das Pferd mit geeigneter und dem Alter entsprechender Ausrüstung startet, aber zum Beispiel auch die Überforderung von Mensch und Tier vermieden wird. Hierfür ist festgelegt, wie oft ein Pferd starten darf oder welche Leistungsklassen oder andere Beschränkungen für die jeweilige Prüfung erforderlich sind.

In den entsprechenden Aufgabenheften sind alle Aufgaben für alle Klassen gesammelt. Mittlerweile kannst du auch alles für dein Tablet oder Smartphone erwerben.

Die APO hingegen regelt alles bezüglich der Ausbildung von Mensch und Tier. Hier findest du zum Beispiel Informationen über den Pferdeführerschein und die verschiedenen Reitabzeichen, die du für die Turnierteilnahme benötigst. Beachte jedoch, dass du hierfür die neueste Version der APO vorliegen hast, da es in den letzten Jahren viele Änderungen gab. Außerdem findest du hier die nötigen Informationen über Ausbildungs-, Lehr-, und Organisationskräfte im Pferdesport sowie Turnierfachleute und wie du solch einer werden kannst.

APO2020

Auf dem internationalen Parkett der FEI

Die FEI, oder auch ausgeschrieben Fédération Équestre Internationale, ist die internationale Dachorganisation des Pferdesports und damit quasi das internationale Pendant zur FN. Ihr Sitz befindet sich im Schweizer Lausanne. Sie tritt als Veranstalter auf allen internationalen Turnieren auf, die von ihren Mitgliedern ausgerichtet werden. Somit ist eines der Hauptaufgabenfelder der FEI die Entscheidung über Wettkampfs- und Qualifikationsregeln bei den Weltreiterspielen und Olympischen Spielen sowie die medizinische Betreuung und das Prozedere der Dopingtests auf den internationalen Turnieren.

Eines der wichtigsten Ziele der FEI stellt die faire und schonende Behandlung des Sportpartners Pferd dar. So wurde zum Beispiel 2004 auf den Olympischen Spielen die Vielseitigkeitsstrecke im Vergleich zu den vorhergehenden wesentlich entschärft oder der nationale Verband der Vereinigten Arabischen Emiraten aufgrund erheblicher Unregelmäßigkeiten rund um den Distanzsport suspendiert. Ebenso hat die FEI den Code of Conduct aufgestellt, einen Verhaltenskodex, welcher zum Wohlergehen des Pferdes auf Turnieren beitragen soll und immer übergeordnet vor jeglichen sportlichen und kommerziellen Zielen betrachtet werden muss.

FN-FEI-Organisation

Solltest du vorhaben, dein Glück auch auf internationalen Turnieren zu versuchen, musst du für dein Pferd unter anderem einen internationalen FEI Equidenpass, oder auch Pferdepass genannt, vorweisen. Hierfür musst du den nationalen Pass und das Formular zur Beantragung eines internationalen Pferdepasses bei der FN einschicken.

Achte vorher nur darauf, dass die Zeichnung des Pferdes korrekt vorgenommen wurde. Manchmal können sich Abzeichen auch im Laufe eines Pferdelebens etwas verändern. Außerdem brauchen du und dein Pferd auch eine FEI-Registrierung, bevor ihr internationale Luft schnuppern könnt. Dies geht recht einfach über Nennung Online in der Pferdeliste über den Punkt “FEI” für deinen Vierbeiner und unter “Mein Konto” unter dem Punkt “FEI-Registrierung” für dich.

Denke außerdem daran, dass ein Mikrochip für internationale Turnierpferde Pflicht ist. Eine wichtige Neuerung gibt es seit 2020 für alle internationalen Ponyreiter. Alle bei der FEI neu registrierten Ponys müssen vor dem ersten internationalen Turnierstart von zwei FEI-Turniertierärzten gemessen werden.

Ein internationales Turnier "CI" (Concours International) hat je nach Disziplin eine offizielle Abkürzung:

Abk. Internationale Bezeichnung Disziplin
CHIConcours Hippique InternationalMehr als eine
CSIConcours de Saut d'Obstacles InternationalSpringreiten
CDIConcours de Dressage InternationalDressurreiten
CCIConcours Complet d'Équitation InternationalVielseitigkeitsreiten
CAIConcours d'Attelage InternationalGespannfahren
CEIConcours de Raid Endurance InternationalDistanzreiten
CVIConcours de Voltige InternationalVoltigieren
CRIConcours de Reining InternationalReining
CPEIConcours Para-Equestrian InternationalBehindertenreitsport

Die Sterne, welche oft hinter der Abkürzung zu sehen sind, stehen für den Schwierigkeitsgrad und die Höhe des Preisgeldes. Mehr Sterne bedeuten ein höheres Niveau. Eine weitere Besonderheit stellt das sogenannte CHIO dar, welches das offizielle internationale Reitturnier Deutschlands ist. Bei uns findet dieses jedes Jahr in Aachen statt.

CHIO-Aachen-Logo

Voraussetzung ist, dass es in den entsprechenden Disziplinen jeweils offizielle Einzel- und auch Mannschaftswettbewerbe gibt. Auf den internationalen Turnieren können die Reiter dann bei manchen Prüfungen wertvolle Punkte für die Weltrangliste sammeln.

Unterschiede zwischen nationalen und internationalen Turnieren im Reitsport

Solltest du auf nationalen und internationalen Turnieren starten, solltest du auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, dass es durchaus Unterschiede gibt, die es zu beachten gilt. Was bei nationalen Turnieren die LPO ist, ist im internationalen Bereich das Regelwerk der Internationalen Reiterlichen Vereinigung.

Doping FN Spritze

Diese beinhalten die “FEI Rules” der einzelnen Disziplinen sowie die disziplinübergreifenden “General Rules”, die “FEI Statuten” und die “Veterinary Rules”. Hier kannst du zum einen nachlesen, welche Ausrüstungen du zum Beispiel verwenden darfst aber auch die Medikamente, die unter Doping fallen, sind hier aufgelistet.

Denn sehr wichtig für dich als Reiter zu wissen ist, dass die Substanzen, die als Doping gelten, für den nationalen und internationalen Sport unterschiedlich geregelt sind.

Ebenso gibt es im Richtverfahren die ein oder andere Abweichung. Wird eine Springprüfung international gerichtet, wird beispielsweise ein Zeitstrafpunkt pro angefangene überschrittene vier Sekunden vergeben. National hingegen bekommt der Starter bei einer Zeitüberschreitung pro Sekunde einen Viertel Zeitstrafpunkt berechnet. Außerdem wirst du auf internationalem Parkett schon nach der zweiten Verweigerung aus dem Parcours gerufen, während du auf internationalen Turnieren noch einen dritten Versuch starten kannst.

Egal wo und auf welchem Turnier du mit deinem Vierbeiner antreten möchtest, mache dich auf jeden Fall vorher immer mit dem passenden Regelwerk bekannt und lese die Ausschreibung besonders sorgfältig. Jedes Land und ob national oder international hat seine Besonderheiten.

Frau in Turnieroutfit auf braunem Pferd
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