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Druse beim Pferd: Alles über die ansteckende Pferdekrankheit

2. November 2020 // Lena Junker

Bei der Diagnose Druse schrillen gleich die Alarmglocken bei allen Pferdebesitzern. Die hochansteckende Pferdekrankheit kann vor allem für junge und alte Pferde sehr gefährlich werden. Damit du weißt, wie du Druse bei Pferden vorbeugen und im Falle einer Erkrankung behandeln kannst, sind in diesem Artikel alle wichtigen Informationen zusammengefasst.

Was ist Druse bei Pferden?

Druse, die im Fachjargon als Coryza contagiosa equorum oder Adenitis equorum bezeichnet wird, ist eine Erkrankung, bei der sich die oberen Atemwege stark entzünden. Durch das Bakterium Streptococcus equi ssp. equi verursacht, gilt die Druse als eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten bei Pferden. Einmal im Stall ausgebrochen, kann sie sich außerordentlich schnell verbreiten und in Kürze den gesamten Betrieb lahmlegen. Daher sind Ställe mit hoher Besatzdichte besonders gefährdet. Nur durch sehr strenge Hygienemaßnahme und Quarantäne kann einer weiteren Verbreitung vorgebeugt werden. Daher ist es umso wichtiger, das Krankheitsbild der Druse zu erkennen und Sofortmaßnahmen zu ergreifen.

Vor allem bei jungen Pferden und Senioren kann die Krankheit schlimm verlaufen und zum Tode führen, da das Immunsystem noch nicht oder nicht mehr so stark ist. Aber auch Tiere, die aufgrund einer anderen Erkrankung geschwächt sind oder generell nicht die stabilste Immunabwehr besitzen, sind anfälliger, an Druse zu erkranken. Daher tritt Druse vorüberwiegend während der kühleren Monate auf, denn gerade der für das Pferd durchaus belastende Fellwechsel und Temperaturschwankungen sind für das Immunsystem des Vierbeiners schon viel Arbeit.

Die Symptome der Druse

Gelangt das Bakterium in den Pferdekörper, ruft das nach einer Inkubationszeit von 3 bis 14 Tagen eine starke Entzündung der oberen Atemwege hervor. Die ersten Symptome sind schwer zu deuten, da sie sich in Lustlosigkeit und Appetitlosigkeit äußern. Sobald aber grünlich-gelber Nasenausfluss, Fieber und Husten hinzukommen, solltest du als Pferdebesitzer wirklich alarmiert sein.

Die Lymphknoten sind das Zielorgan der Bakterien und dies betrifft die im Hals-, Kehl-, und Rachenbereich, in welchen sich eitrige Entzündungsherde bilden und die zu starken Schwellungen führen. Diese angeschwollenen Lymphknoten schmerzen stark und sind dadurch sehr druckempfindlich. Ertasten kannst du diese am Unterkiefer des Pferdes. Ist die Schwellung weit fortgeschritten, kann sie die Atmung beeinflussen und sogar zu Atemnot führen. Aus diesem Grund wird im Englischen die Krankheit als "Strangles" bezeichnet, was Strangulation bedeutet. Betroffene Pferde versuchen, durch eine gestreckte und tiefe Halshaltung die Atemwege zu entlasten, um besser Luft zu bekommen.

Sind die Lymphknoten stark mit Eiter gefüllt, können diese aufbrechen oder vom Tierarzt geöffnet werden. Nicht schön anzusehen und zu riechen, aber eine Erleichterung für das Pferd. Je nach Lage der Lymphknoten entleert sich der Eiter entweder in die Umgebung oder in den Luftsack, welcher sich innerhalb des Pferdekopfes unter der Ohrspeicheldrüse befindet.

Geschieht zweiteres, kann das Pferd äußerlich unauffällig erscheinen, da die Lymphknoten nicht sichtbar sind. Allerdings führt es zu einem eitrigen Nasenausfluss, welcher eine hohe Konzentration an Krankheitserreger aufweist und dadurch hochansteckend ist. Die Bakterien im Luftsack können unter Umständen dort über eine lange Dauer verbleiben und das Pferd zu einem Träger machen, welches andere Tiere immer wieder anstecken kann.

Tierärztin hört Pferd ab mit Stethoskop

Wirklich gefährlich wird Druse für das Pferd, wenn die Bakterien die Brust-Bauchhöhle oder das Gehirn besiedeln. Hierbei spricht man von einer „metastatischen Druse“, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann. Daher ist es umso wichtiger, den Tierarzt frühzeitig zu verständigen, um so den Verlauf zum Positiven zu wenden.

Selten kommt es zu einer Immunkomplexreaktion im Organismus des Pferdes und dass sich die sogenannte Blutfleckenkrankheit entwickelt. Dies äußert sich in Schwellungen an Kopf sowie Beinen und Kreislaufschwierigkeiten, welche dann sogar zum Tod des Tieres führen können.

Zeigt dein Pferd folgende Symptome, solltest du zum Telefon greifen und deinen Tierarzt anrufen. Dies bedeutet zwar nicht gleich Druse, aber auch bei den meisten anderen Erkrankungen trägt eine schnelle Behandlung zur besseren Genesung bei:

ERSTE ANZEICHEN UND VERDÄCHTIGE SYMPTOME:

  • Apathisches Verhalten wie Abgeschlagenheit und Lustlosigkeit
  • Wenig Appetit bis zu kompletter Appetitlosigkeit
  • Husten
  • Nasenausfluss
  • Erhöhte Temperatur bis Fieber

Nach dem sofortigen Verständigen eines Tierarztes müssen gleich strenge Hygienemaßnahmen erfolgen. Bei diesen Symptomen kannst du dir ziemlich sicher sein, dass dein Pferd an Druse erkrankt ist:

KLARE SYMPTOME BEI DRUSE:

  • angeschwollene Lymphknoten im Hals-, Kehl-, und Rachenbereich
  • Eiterabszesse
  • Gestreckte und tiefe Halshaltung
  • Atem- und Schluckbeschwerden
  • grünlich-gelber Nasenausfluss

Sei dir bewusst, dass du bei dem kleinsten Verdacht dein Pferd so gut es geht isolieren musst und auch du jeglichen Kontakt zu anderen Pferden meidest.

Die Behandlung von Druse

Der Tierarzt wird zuallererst einen Abstrich nehmen und diesen ins Labor schicken. Dort kann dann getestet werden, ob das Pferd die Druse-Bakterien ausscheidet oder ob es sich um eine andere Krankheit handelt. Obere Priorität hat das Isolieren des erkrankten Pferdes, da sich ansonsten der Erreger innerhalb kurzer Zeit im Stall ausbreiten kann.

Das weitere Vorgehen und die Behandlung ist immer noch umstritten. Viele Tierärzte greifen noch zu einer antibiotischen Behandlung, welche allerdings nur bei einer Gabe im frühen Stadium der Krankheit den Verlauf mildern und die Weiterverbreitung des Druse-Erregers eindämmen kann. Ist die Druse jedoch schon zu weit fortgeschritten, hilft Antibiotikum nicht mehr. Die bestehenden Abszesse sind schon verkapselt, was bedeutet, dass das Antibiotikum die Erreger nicht mehr erreichen kann. Vielmehr hat es aber zur Folge, dass die Tiere nur eine mäßige Immunität gegenüber des Druse-Bakteriums entwickeln und anfälliger für Neuinfektionen sind. Außerdem gilt es, eine Therapie mit Antibiotika auch hinsichtlich einer potenziellen Resistenzbildung im Bestand gut zu überdenken.

Daher ist es meistens die bessere Entscheidung, das Tier die Krankheit durchmachen zu lassen und ihm so gut es geht dabei zu helfen. Der Tierarzt kann dein Pferd von den Schmerzen erlösen und die Reifung der Abszesse unterstützen, damit diese geöffnet werden können. Warme „Drusewickel“ und auch Zugsalben, die auf die betroffenen Lymphknoten aufgetragen werden, helfen dabei. Brechen die Abszesse selbst auf und der Eiter ist abgeflossen, musst du die Wunde und Nase sauber halten. Es ist schnell passiert, dass sich die offene Wunde entzündet.

Sollten die Abszesse nicht selbst aufbrechen und das Pferd aber durch die geschwollenen Lymphknoten starke Beschwerden haben, wird dein Tierarzt diese wahrscheinlich öffnen. Messe regelmäßig die Temperatur deines Pferdes, denn so kannst du den Krankheitsverlauf im Auge behalten. Sollte das Fieber nicht sinken oder die Temperatur stagnieren, ist es wichtig, den Tierarzt zu rufen. Verzichte auch auf fiebersenkende Mittel, da der Pferdekörper die höhere Temperatur braucht, um die Abszesse reifen zu lassen.

Neben der medikamentösen Behandlung ist es außerdem wichtig, die Haltungsbedingungen der kranken Pferde zu optimieren, um den Stress zu verringern. Achte darauf, dass dein Pferd genügend Platz zum Liegen hat, der außerdem gut mit trockner Einstreu gepolstert ist. Eine gute Futterqualität ist ausschlaggebend sowie die optimale Versorgung an allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen, weswegen der Griff zu Mineralfutter sinnvoll sein kann. Da viele Pferde Schmerzen beim Schlucken haben, meiden sie vor allem Raufutter, welches für sie aber gerade in der Zeit wichtig ist. Versuche es mit aufgeweichten Rübenschnitzeln oder Mash und gebe beispielsweise Lucerne hinzu. Die kranken Tiere brauchen gerade jetzt alle Energie, die sie bekommen können. Das Füttern vom Boden aus hilft außerdem, dass der Eiter aus der Nase besser abfließen kann.

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Druse beim Pferd homöopathisch behandeln

Vorweggenommen sei gesagt, dass mit Druse nicht zu spaßen ist und du auf keinen Fall versuchen solltest, diese Krankheit ohne einen Tierarzt zu behandeln. Allerdings spricht nichts dagegen, dein Pferd mit den passenden homöopathischen Produkten zu unterstützen. Schüsslersalze sind hierfür beispielsweise geeignet. Insbesondere die Mineralsalze und die Schüsslersalze zur Stärkung des Immunsystems sowie zur Anregung des Stoffwechsels sind hilfreich. Die Tabletten werden in Wasser aufgelöst und mithilfe einer Einwegspritze dem Pferd ins Maul gegeben. Wie du dein Pferd optimal mit Homöopathie unterstützen kannst, solltest du mit einem ausgebildeten Heilpraktiker besprechen.

Wie wird Druse bei den Pferden übertragen?

Das verantwortliche Bakterium Streptococcus equi ist leider sehr robust und kann auf den meisten Oberflächen bei jeglichen Bedingungen bis zu fünf Tage überleben. Der Erreger macht keinen Halt und einmal auf Zaumzeug, Putzzeug, Einstreu, Pferdeanhänger oder auch Kleidung des Menschen gelangt, kann er schnell im gesamten Stall verbreitet werden. Dir selbst kann das Bakterium nichts anhaben, aber du kannst es von Pferd zu Pferd übertragen. Das passiert ganz leicht, da der Nasenausfluss hoch ansteckend ist. Einmal den Kopf an der Jacke gerieben oder geschnaubt und die Erreger landen an deinen Händen oder deiner Kleidung. Hast du nun Kontakt mit einem anderen Pferd, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich das Tier mit Druse ansteckt.

Weitgehend erfolgt eine Ansteckung allerdings von Pferd zu Pferd durch die Tröpfcheninfektion. Schnaubt oder hustet ein erkranktes Pferd, wird der Erreger über die Luft weitergegeben und gelangt so in den Organismus des anderen Pferdes. Vor allem Boxennachbarn sind stark betroffen. Das große Problem ist, dass Tiere bereits ansteckend sein können, ohne selbst Symptome zu zeigen. Dadurch kann sich die Krankheit rasend schnell verbreiten und auch in andere gelangen. Beim ersten Verdacht muss daher jeglicher Kontakt zwischen den Pferden eines Bestandes, aber auch zu anderen Beständen unterbunden werden.

Hygienemaßnahmen bei Druse

Aufgrund der hochansteckenden Eigenschaft der Krankheit müssen sofort strenge Hygienemaßnahmen erfolgen. Jeglicher Kontakt zwischen den Tieren muss unterbunden werden. Steht dein Pferd in einem Stall, in welchem Druse ausgebrochen ist, musst du penibel darauf achten, nur zu deinem eigenen Pferd Kontakt zu haben. Selbstverständlich vor allem, wenn dein Pferd selbst betroffen ist. Wasche deine Hände regelmäßig, die Kleidung gehört direkt in die Waschmaschine und Ausrüstungsgegenstände können nicht untereinander geteilt werden. Hast du mehrere Pferde, kommst du nicht drumherum, dich zwischendurch umzuziehen und so gut es geht zu waschen. Diese Maßnahmen sind etwas nervenaufreibend, aber unumgänglich.

Druse ist nicht melde- oder anzeigenpflichtig, was viele Fachleute jedoch als falsch ansehen. Schnell kann Druse mehrere Bestände in einem Umkreis lahmlegen und gerade Betriebe mit vielen jungen oder alten Pferden können schlimm betroffen sein. Ein offener Umgang mit dieser Erkrankung ist daher sehr wichtig. Bei einem Ausbruch sollten sofort neben den Einstellern auch umliegenden Ställe informiert und auf dem Laufenden gehalten werden.

Die Hygienemaßnahmen und das richtige Stallmanagement liegen nun in der Verantwortung des Stallbesitzers oder Betriebsleiters. Allerdings muss jeder Pferdebesitzer mithelfen, um die Druse in den Griff zu bekommen. Damit die Ansteckung innerhalb eines Bestandes möglichst gut eingedämmt wird, empfiehlt es sich, das sogenannte Ampelsystem einzuführen. Hierbei wird der Bestand in drei verschiedenen Gruppen unterteilt, welche nicht nur räumlich strikt voneinander getrennt sein müssen:

AUFTEILUNG DER DRUSE-PATIENTEN IN DREI GRUPPEN:

Grün: Nicht infizierte Pferde, die keinen Kontakt zu erkrankten oder potenziell erkrankten Pferden hatten. Diese Pferde waren beispielsweise in einem anderen Stalltrakt untergebracht, längere Zeit nicht im Stall oder standen auf einer Weide weiter entfernt.

Gelb: Pferde, die Kontakt mit infizierten Pferden hatten, aber nicht klinisch krank sind. Diese Tiere müssen besonders beobachtet werden, da sie sofort aus dem Bereich rausmüssen, sobald sie Symptome zeigen.

Rot: Dieser Bereich ist für die Behandlung der Pferde mit Druse vorgesehen. Die Anzahl der Menschen, die Zugang zu diesem Bereich haben, muss so gering wie möglich gehalten werden. Die Benutzung von Desinfektionsmitteln und Einweghandschuhen muss als selbstverständlich gelten.

Bei allen Tieren im Bestand muss täglich die Temperatur gemessen werden, um sofort reagieren zu können, wenn ein Pferd aus dem gelben oder grünen Bereich Fieber zeigt. Achte auch auf alle weiteren Symptome, die auf eine mögliche Erkrankung hinweisen können. Bei jeglichen Anzeichen müssen die Pferde sofort in den roten Bereich gebracht werden.

Die Behandlung aller Tiere von einem verantwortlichen Tierarzt gehört zum optimalen Management. Auch die Versorgung der verschiedenen Bereiche durch unterschiedliche Personen ist anzustreben, um Kontaktmöglichkeiten zu vermeiden. In kleineren Ställen ist das jedoch häufig nicht möglich. Hier sollte die Reihenfolge von Grün zu Gelb und Rot erfolgen. Nach jedem Bereich muss die Kleidung gewechselt werden. Es sollten auf keinen Fall Stallbedarf oder Futter geteilt werden. Die Erreger können sich in der Einstreu oder im Futtertrog befinden und durch Schubkarre, Futterwagen und weitere Gegenstände übertragen werden.

Außerdem muss der Stall für die Öffentlichkeit geschlossen werden. Zu oft kommt es vor, dass Besucher die verschiedenen Pferde streicheln und somit die Krankheit übertragen. Schilder mit den nötigen Informationen, Absperrband, oder das Schließen der Fenster und Türen kann hierbei helfen. Ausritte, die Benutzung der Weide und Besuche anderer Reitanlagen müssen sofort unterbunden werden, bis der Tierarzt grünes Licht gibt.

Wie lange dauert Druse beim Pferd?

Steckt sich das Tier mit dem Erreger an, durchläuft es eine Inkubationszeit von 3-14 Tagen, in seltenen Fällen sogar 21 Tage. Das kommt darauf an, wie stark das Immunsystem des jeweiligen Tieres ist. Tiere mit einem ausgesprochen guten Immunsystem oder einer Immunität gegenüber Druse bleiben sogar ganz vor der Erkrankung verschont oder durchlaufen nur leichte Symptome.

Als erstes reagiert der Pferdekörper mit Fieber auf den Erreger und nach drei Tagen treten die weiteren Symptome auf. Ein bis vier Wochen nach dem Auftreten der ersten klinischen Symptome schwellen die Lymphknoten so weit an, dass sie sich entleeren beziehungsweise vom Tierarzt geöffnet werden. Der Reifungsprozess der Abszesse kann jedoch von Pferd zu Pferd sehr unterschiedlich sein. Kommt es zu Komplikationen, kann sich die Genesung über mehrere Wochen hinziehen.

Wie lange ist Druse beim Pferd ansteckend?

Wirkt das Pferd gesund und zeigt kein Fieber, heißt das noch lange nicht, dass es nicht mehr ansteckend ist. Pferde, die mit Druse infiziert waren, können Wochen über das Ende der klinischen Symptome hinaus die Bakterien ausscheiden. Die Quarantäne zu schnell aufzuheben, kann schwerwiegende Folgen haben.

Nachdem das Pferd eine Woche fieberfrei ist, kann der erste Nasentupfer genommen werden, um zu untersuchen, ob die Erreger noch nachweisbar sind. Liegen über einen Zeitraum von 2-3 Wochen drei negative Nasentupfer oder eine negative Luftsack-Untersuchung vor, kann das Pferd als „Druse-frei“ bezeichnet werden. Dieses Vorgehen ist bei allen erkrankten Tieren notwendig sowie bei allen Pferden, die in Kontakt mit infizierten Pferden waren. Danach kann ein Bestand als „Druse-frei“ bezeichnet werden.

Eine der größten Gefahren stellen die sogenannten stillen Träger dar. Man geht davon aus, dass statistisch gesehen zwischen 1 % und 10 % der mit Druse infizierten Pferden zu chronischen Trägern werden. Das liegt daran, dass diese Pferde während der Erkrankung eine Luftsackentzündung entwickelten, durch Abszesse, welche sich in den Luftsack entleerten. Diese Pferde können noch bis zu 36 Monate nach Ende der klinischen Symptome den Erreger ausscheiden und stellen somit ein ständiges Risiko für den gesamten Bestand dar.

Meistens bricht Druse dann wieder aus, wenn neue Tiere in den Betrieb kommen, welche keine Immunität gegen Druse aufweisen. Es gilt, die stillen Träger zu identifizieren, zu isolieren und gegebenenfalls zu behandeln. Ansonsten kann Druse immer wieder ausbrechen oder das betroffene Tier die Krankheit durch Turniere oder Benutzung anderer Reitanlagen in andere Bestände bringen.

Druse bedeutet höchste Disziplin bei allen, die mit den Pferden Kontakt haben. Denn nur so kann der Ausbruch eingedämmt und unsere Lieblinge geschützt werden.

Druse beim Pferd vorbeugen: Ist die Impfung ein guter Schutz?

Impfstoffe gegen Druse sind mittlerweile vorhanden, aber sehr umstritten. Das liegt zum einen daran, dass die Nebenwirkungen sehr stark sind und sogar lebensbedrohlich sein können. Zum anderen bietet keines der verfügbaren Produkte einen effizienten Schutz gegen Druse.

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Jedoch will das schwedische Biotechnologieunternehmen Intervacc AB dieses Jahr einen Impfstoff gegen Druse auf den Markt bringen, der endlich einen effektiven Schutz bieten soll. Versuche haben gezeigt, dass der Ausbruch von Druse verhindert werden konnte und den Tieren Nebenwirkungen erspart blieben. Allerdings ist leider auch die Immunität auf nur ungefähr zwei Monate beschränkt.

So kannst du dein Pferd zum Beispiel vor dem Einsatz eines Turniers impfen und es selbst sowie andere Pferde im Heimatstall vor einer Ansteckung schützen. Ist Druse im eigenen oder benachbarten Stall ausgebrochen, kannst du mit einer Impfung dein Tier für eine kurze Zeit schützen. Jedoch ist eine langfristige Immunität nicht möglich. Vielmehr sind das richtige Hygienemanagement und die Identifikation der stillen Träger ausschlaggebend, um den Ausbruch der Krankheit zu verhindern.

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    Die Autoren

    Ich bin 29 Jahre alt und liebe es, für euch Beiträge zu schreiben. Vor über 20 Jahren habe ich meine Liebe zu den Pferden entdeckt und diese sogar durch mein Studium Pferdewirtschaft zu meinem Beruf gemacht. Gerade reise ich durch Australien und versuche noch mehr verschiedene und internationale Eindrücke in die Pferdewelt zu bekommen.
    Solltet ihr Wünsche zu bestimmten Themen haben - immer her damit. 🙂

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