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Mauke bei Pferden: Alles Wissenswerte zu dieser Erkrankung

Mauke bei Pferden: Alles Wissenswerte zu dieser Erkrankung

Mauke bei Pferden – Bei Mauke handelt es sich um eine Hauterkrankung (Hautirritation) bei Pferden, die durch ein Bakterium hervorgerufen wird. Worin die Ursachen für Mauke bestehen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erläutern wir euch in folgendem Artikel:

Pferdegesundheit: Was ist Mauke bei Pferden?

Wie erwähnt, handelt es sich bei der Mauke um eine Hautkrankheit in der Fesselbeuge, die unter anderem durch Feuchtigkeit verursacht wird. Denn diese Feuchtigkeit ist es, die die Bildung von Bakterien begünstigt, sodass sich Mauke entwickeln kann. Eine der Regionen, in der bakteriell verursachte Hautirritationen aufgrund der äußerlichen Bedingungen, wie langer Fesselbehang, hauptsächlichen auftreten, ist die Fesselbeuge. 

Bekannt ist die Mauke unter dem Begriff „Fesselekzem“. Die Krankheit, die vor allem in den Wintermonaten durch matschige Böden, aber auch im Fellwechsel, auftritt, ist schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. Gerade junge Pferde, Senioren sowie trächtige Stuten sind häufiger betroffen, welches deutlich den Ernährungsbezug dieser Erkrankung aufzeigt. 

Mauke: Das Krankheitsbild im Verlauf

  1. Zunächst kommt es zu leicht geröteten Hautstellen, die nicht unbedingt auf den ersten Blick auffallen.

  2. An der entsprechenden Stelle wird die Pferdehaut warm und schwillt etwas an.

  3. Es entsteht eine Verkrustung an der betroffenen Stelle.

  4. Infolgedessen fallen die Haare aus.

  5. Auf der Haut bilden sich nun kleine Bläschen, die einen feuchten und schmierigen Belag hervorrufen.

  6. Die Haut beginnt zu wuchern, wenn sie nicht behandelt wird, da es im Krankheitsverlauf zu einer Freilegung der Schicht zwischen Ober- und Lederhaut kommt.

  7. Durch die Schmerzen kann das Pferd zu lahmen beginnen.

 

Pferdegesundheit: Ursachen der Mauke der Pferde

Oftmals wird Mauke in Zusammenhang mit Hygienemängel gebracht. Dies stimmt aber nur teilweise. Die Krankheit kann sich bei Feuchtigkeit besser ausbreiten, da die Bakterien so optimale Bedingungen haben, sich zu vermehren. Daher ist es wichtig, bei anfälligen Pferden die betroffenen Stellen trocken zu halten und zum Beispiel nach dem Beinewaschen darauf zu achten, dass die Fesselbeuge nochmals extra mit einem sauberen Tuch getrocknet wird. Auch bei Pferden mit langem Fesselbehang tritt Mauke häufiger auf, da durch das viele Fell keine Luft an die empfindliche Haut zwischen Huf und Fesselgelenk gelangt. Auch Vierbeiner mit weißen Fesseln (unpigmentierter Haut) sind häufiger von dieser Erkrankung geplagt.

Jedoch können auch Pferde unter dieser Hautkrankheit leiden, deren Besitzer sehr viel Wert auf trockene und saubere Unterbringen legen und andere Pferde stehen im Winter auf matschigen Koppeln, ohne auch nur irgendwelche Symptome zu zeigen. 

Ist das Pferd von “Innen” geschwächt, hat es zum Beispiel ein schlechtes Immunsystem oder leidet unter Nährstoffmangel, vermehren sich die Bakterien schneller. So kann aus einer kleinen Hautirritation, durch zum Beispiel reibende Gamaschen oder einer kleinen Verletzung, Mauke werden. Die Bakterien überwinden die Hautbarriere, gelangen in den Körper und das Immunsystem des Pferdes schafft es nicht, gegen die Bakterien anzukämpfen. Daher sollte auch immer nochmal der Allgemeinzustand des Tieres abgeklärt und die Fütterung überprüft werden. Auch eine schlechte Darmflora, durch zum Beispiel Parasitenbefall, kann die Verbreitung der Bakterien begünstigen.

Mauke: Das richtige Pferdefutter wählen

Wenn dein Pferd an der Mauke leidet, sollten bei der Fütterung einige wichtige Fakten beachtet werden.

Achte beim Kauf von Kraftfutter unbedingt auf dessen Zusammensetzung. Auslöser für die Mauke können zu viel Zucker, Stärke oder Eiweiß sein. Der Stoffwechsel der Leber wird zudem geschadet, wenn das Tier mit den wichtigsten Vitaminen und Mineralstoffen unterversorgt wird (ein Zusatzfutter kann hierbei auch helfen). Kann der Stoffwechsel nicht gut arbeiten, funktioniert die Entgiftung nicht einwandfrei, sodass Mauke begünstigt wird. Bei der Wahl des Kraftfutters greife somit am besten auf Produkte zurück, die für eine ausgewogene Versorgung an Kupfer, Eisen und Selen sorgen. Gleichzeitig vermeide eine Fütterung mit allzu eiweißhaltigen Produkten. 

Die Behandlung der Mauke 

Die Krusten, die die Mauke mit sich bringt, sind für das Pferd unangenehm, sodass diese als erstes aufgeweicht werden sollten. Verwende hierfür eine desinfizierende Seife, die besonders mild sein sollte, und Wasser, um die Verkrustung zu minimieren. Entferne die Kruste vorsichtig, damit die Haut nicht noch mehr verletzt wird. Trage anschließend eine antibakterielle Salbe auf, die aber auch nicht zu fettig sein sollte, damit die Vermehrung der Bakterien nicht begünstigt wird. Viele Pferdebesitzer schwören auf Zinksalbe aber jedes Pferd spricht anders auf die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten an. Spreche ansonsten hierzu mit deinem Tierarzt. Diese haben häufig nochmal spezielle Salben gegen Mauke. 

Wichtig ist vor allem, dass die Stelle trocken und sauber bleibt. Achte darauf, dass die Box deines Pferdes sehr trocken ist und vermeide matschige Weiden oder Paddocks bis die Symptome abgeklungen sind.

Tierheilpraktiker: Welche natürlichen Mittel helfen bei Mauke?

Kräuter gelten seit tausenden von Jahren in vielen Teilen der Welt als die wahren Wundermittel im Kampf gegen Krankheiten. So gibt es einige Kräuter, die als Ergänzung dem Tier helfen können, die Mauke zu überstehen. Um die Entzündung zu mindern, kann die Wunde mit einem Sud aus Kamille, Salbei oder Thymian gewaschen werden. 

Gibt es Hausmittel, die zur Behandlung von Mauke helfen? 

Ja, es gibt das Hausmittel Propolis, welches sich hervorragend eignet, um die Mauke zu behandeln. Dies ist ein Nebenprodukt, welches bei der Herstellung von Honig entsteht und kann bei Imkern oder auch im Internet erworben werden.  Am besten werden hierzu einige Tropfen von flüssigem Propolis aufgetragen und nicht in Form einer fettigen Salbe, da die Stelle wieder schnell trocknen sollte. 

Verwende hingegen auf keinen Fall Mittel oder Produkte, die die Wunde verschließen. Um die Heilung der Mauke schnellstmöglich zu erreichen, muss der Befall atmen können. Verwende daher keinen Verband oder Salben, die übermäßig dicht sind.

Nicht jedes Pferd schlägt gleich gut auf eine bestimmte Behandlungsmethode an. Das liegt unter anderem auch an den unterschiedlichen Ursachen der Erkrankung. Wichtig ist auf jeden Fall, geduldig zu sein.

Autor


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Ich bin Lena, 27 Jahre alt und liebe es, für euch Beiträge zu schreiben.

Vor über 20 Jahren habe ich meine Liebe zu den Pferden entdeckt und diese sogar durch mein Studium Pferdewirtschaft zu meinem Beruf gemacht. Gerade reise ich durch Australien und versuche noch mehr verschiedene und internationale Eindrücke in die Pferdewelt zu bekommen.

Solltet ihr Wünsche zu bestimmten Themen haben - immer her damit. :) Viel Spaß beim Lesen!

- Lena Junker

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