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Haltung 31.05.2021

Reitbeteiligung gesucht: Darauf solltest du achten

Ein eigenes Pferd ist der Traum vieler Pferdenarren. Allerdings ist die Erfüllung mit viel Zeit, Verantwortung und Geld verbunden. „Warum das nicht einfach mit einer zweiten Person teilen?“, denkt sich so mancher Pferdebesitzer. Das Konzept der Reitbeteiligung scheint hierfür die ideale Lösung und können dem Tier, Pferdebesitzer sowie dem weiteren Reiter zugutekommen. Alles über die Suche nach einer Reitbeteiligung und was du dabei beachten solltest, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Reitbeteiligung – Was ist das?

Bei einer Reitbeteiligung ist die Idee, sich mit einer weiteren Person oder auch mehreren weiteren Personen die Verantwortungen rund um ein Pferd zu teilen. Den Rahmen der Nutzungsrechte kann jeder individuell festlegen und das reicht von Putzen über Reiten bis hin zur Möglichkeit, an Turnieren teilzunehmen, zumeist gegen eine Kostenbeteiligung. Anders als bei einer Eigentümergemeinschaft bleibt die Entscheidungsbefugnis jedoch komplett beim Pferdebesitzer.  

Pflegepferd

„Pflegepferd gesucht“ lässt sich auch häufig am schwarzen Brett von Reitställen lesen, allerdings kann es sich bei einem Pflegepferd oder einer Pflegebeteiligung um ein Tier handeln, bei welchem nur das Pflegen und nicht das Reiten geteilt wird. Gerade verletzte oder ältere Pferde können vielleicht nicht wie gewohnt geritten werden, aber freuen sich trotzdem über viel Zuneigung, ein ausgiebiges Putzprogramm oder einen kleinen Spaziergang. Gerade für Kinder ist dies eine gute Möglichkeit, Erfahrungen im Umgang mit Pferden zu sammeln und Zeit mit ihren Lieblingstieren zu verbringen.  

Wer sucht eine Reitbeteiligung?

Bei einer guten Zusammenarbeit kann jeder Beteiligte von dem Teilen der Betreuung des geliebten Vierbeiners profitieren. Dem Pferdebesitzer wird unter die Arme gegriffen, wenn die Zeit für die Pflege und Bewegung des Tieres etwas knapp ist. Außerdem kann es auch eine gute Entlastung sein, mal nicht in den Stall fahren zu müssen, vor allem nach einem langen Arbeitstag oder bei Krankheit. Auch finanziell kann es dem Besitzer helfen, da der beteiligte Reiter meistens etwas zu den monatlichen Kosten beisteuert.

Solltest du dir als Reiter kein eigenes Pferd leisten können oder wollen, bietet die Reitbeteiligung einen Weg, trotzdem regelmäßig ein „eigenes“ Tier reiten zu können und nicht auf Schulpferde zurückgreifen zu müssen. So kannst du eine Beziehung aufbauen, ohne die kompletten Verpflichtungen allein tragen zu müssen. Vielleicht fehlt dir auch einfach die Zeit, dich komplett einem eigenen Pferd zu widmen und du bist froh, dass du ein paar Tage hast, welche dir zum Reiten zur Verfügung stehen. Von Vorteil ist es natürlich immer, wenn die Reitbeteiligung in der Nähe ist und der Stallbesuch nicht mit langen Fahrten verbunden ist.

Ebenso ist eine Reitbeteiligung für Kinder eine gute Chance, öfters reiten zu können und mehr Verantwortung zu übernehmen, ohne gleich ein eigenes Pferd zu haben. Das ist außerdem eine gute Generalprobe, sollte wirklich die Idee eines Pferdekaufs im Raum stehen. Oftmals bieten Reitschulen ihre Schulpferde und -ponys als Reitbeteiligungen an, da diese nicht immer jeden Tag im Reitunterricht eingesetzt werden.

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Auch wenn Kinder meistens gerne so oft wie möglich auf ihren geliebten Pferden verbringen möchten, stellt sich für Eltern oft die Frage: „Ab wann eine Reitbeteiligung?“ Hier können zum Beispiel Reitlehrer meistens gut einschätzen, ob die Reitschüler schon bereit für die Verantwortung sind. Natürlich kommt das auch immer sehr auf das jeweilige Pferd oder Pony an und die getroffenen Vereinbarungen.

Neben den Vorteilen für die Zweibeiner ist es jedoch das wichtigste, dass vor allem die Vierbeiner davon profitieren, wenn durch eine Reitbeteiligung mehr Zeit für sie zur Verfügung steht. Die Reiter sind weniger gestresst und können sich dadurch mehr auf die Pflege und das Training freuen. Vielleicht reitet ein Pferdebesitzer nicht gerne aus oder fühlt sich nicht wohl beim Springen, dann hat er die Möglichkeit sich jemanden zu suchen, der genau das in der Pferdeausbildung ergänzen kann.   

Die geeignete Beteiligung zu finden, ist natürlich weder für den Pferdebesitzer noch für den Reiter, der eine Reitbeteiligung sucht, leicht. Beide müssen die gleichen Vorstellungen von der Pferdeausbildung haben und der Besitzer muss sowohl mit den reiterlichen Fähigkeiten als auch der Art des Umgangs mit seinem Liebling zufrieden sein. Oftmals ist die Teilnahme an Turnieren schwierig, wenn der Eigentümer selbst starten möchte. Daher ist es wichtig, alle Möglichkeiten und Verpflichtungen vorher klar zu kommunizieren.

Reitbeteiligung Kosten

„Warum kostet eine Reitbeteiligung Geld?“ fragt sich so mancher Reiter, wenn er doch dem Pferdebesitzer eigentlich einen Gefallen tut. Kostenloser Beritt wird es von vielen genannt, die es nicht einsehen, Geld für eine Reitbeteiligung zu bezahlen. Natürlich lässt sich diese Meinung verstehen, allerdings muss auch bedacht werden, dass du als Reiter einen Nutzen vom Pferd hast. Du kannst deinem Hobby nachgehen, dich selbst weiter verbessern und hast vielleicht sogar die Möglichkeit, an Training, Lehrgängen oder Turnieren teilzunehmen. Da ist es mehr als fair, sich auch an den Kosten der Pferdehaltung zu beteiligen.

Reitbeteiligung-gesucht

Die Frage: „Wie viel kostet eine Reitbeteiligung im Monat?“, lässt sich pauschal nicht beantworten. Das kommt in erster Linie darauf an, wie häufig du das Pferd reiten darfst. Auch andere Faktoren spielen eine große Rolle, wie zum Beispiel der Ausbildungsstand des Pferdes und auch deine eigenen Fähigkeiten. Die Beschaffenheit der Reitanlage, Trainingsmöglichkeiten oder generell, was von dir mit dem Pferd erwartet wird, können Einfluss auf den monatlichen Beitrag haben. Ist eine Turnierteilnahme möglich, bringt dies auch oftmals einen höheren Kostenbeitrag mit sich. Daher ist eine Schwankung der Kosten einer Reitbeteiligung von 50 € bis 150 € nicht unüblich. 

Einen Reitbeteiligungsvertrag abschließen

Es kann sehr schwer sein, das Herzenspferd einer erstmal fremden Person anzuvertrauen, aber selbst bei einer Reitbeteiligung unter Freunden kann ein Reitbeteiligungsvertrag dabei helfen, Vereinbarungen genau festzulegen. Sollte es mal zu Unstimmigkeiten kommen, sind schriftliche Absprachen vorhanden, die nicht so einfach abgestritten werden können.

Im Reitbeteiligungsvertrag wird festgelegt:

  • Die Nutzungsart des Pferdes und die Häufigkeit

  • Kostenbeteiligung

  • Was passiert, wenn das Pferd längere Zeit krank ist

  • Sonstige Pflichten

  • Vertragsdauer und die Kündigung

  • Versicherungsschutz

Vor allem Letzteres ist außerordentlich wichtig, denn der Pferdebesitzer allein ist für jegliche Schäden verantwortlich, wenn nicht anders geregelt. Bei der Tierhalterhaftpflichtversicherung, eine Versicherung, die wirklich jeder Pferdebesitzer haben sollte, muss darauf geachtet werden, dass Reitbeteiligungen mitversichert sind. Mittlerweile bieten dies die meisten Versicherungsanbieter an, allerdings empfiehlt sich eine rechtzeitige Prüfung, um gegebenenfalls noch wechseln zu können. Manche Versicherungen möchten auch den Namen der Reitbeteiligung wissen, um diese in den Vertrag mit aufnehmen zu können.

Solltest du kein eigenes Pferd besitzen und daher das Angebot einer Reitbeteiligung in Betracht ziehen, lasse dir einen Nachweis über die Tierhalterhaftpflichtversicherung vorlegen. So kannst du Haftungsrisiken ausschließen, die im Zusammenhang mit Pferden oftmals mit unvorstellbaren Kosten verbunden sind.

Vorlagen für Verträge kannst du ganz einfach im Internet finden und nach deinen Vorstellungen anpassen.

Reitbeteiligung worauf achten?

Außerordentlich wichtig ist, dass die Vorstellungen von Besitzer und Reiter auch zusammenpassen. Hast du selbst Turnierambitionen, ist ein Pferd, welches nur gemütlich im Gelände ausgeritten wird, vermutlich nicht die beste Wahl. Ebenso sollte der Ausbildungsstand des Pferdes auch zum reiterlichen Niveau des Reiters passen oder ansonsten die Zusammenarbeit mit einem Trainer möglich sein.

Reitbeteiligung

Suchst du ein Pferd zum Reiten, solltest du auch darauf achten, wie viele Reitbeteiligung auf einem Pferd schon vorhanden sind oder eventuell gesucht werden. Hat der Pferdebesitzer nicht viel Zeit, muss das Pferd vielleicht mit mehreren anderen Personen geteilt werden. Bei mehr als zwei Reitern plus Besitzer kann das etwas unübersichtlich werden und ist vor allem auch nicht das Beste für das Tier.

Prinzipiell solltest du als Mitreiter das Pferd so pflegen und behandeln, als wäre es dein eigenes, aber dabei gleichzeitig nicht vergessen, dass es nicht dein eigenes ist. Kümmere dich zuverlässig um das Tier, auch wenn es mal krank sein sollte, aber entscheide nicht einfach über den Kopf des Pferdebesitzers hinweg und lasse vor allem auch nicht Freunde oder Familie reiten, ohne vorher um Erlaubnis gefragt zu haben. Als Pferdebesitzer will man sein Pferd nur in beste Hände wissen und sichergehen können, dass sich immer auf die Mitreiter verlassen werden kann.

Natürlich kann eine Reitbeteiligung für den Pferdebesitzer finanziell interessant sein. Jedoch darf die Kostenbeteiligung eines Reitpartners nie benötigt werden, um das Pferd überhaupt halten zu können. Dadurch wird der Besitzer viel zu sehr unter Druck gesetzt, eine Reitbeteiligung finden zu müssen, mit welcher er unter Umständen vielleicht gar nicht zufrieden ist. Genauso kann es dadurch passieren, dass die Mitreiter finanziell ausgenutzt werden und Geld sollte im Umgang mit Pferden nicht die oberste Priorität spielen.

Reitbeteiligung-versorgen

Funktioniert das Miteinander gut, ist eine Reitbeteiligung eine wunderbare Sache für alle Beteiligten. Manchmal braucht es etwas Zeit und Geduld, die richtigen Paarungen zu finden, denn es sollte auf jeden Fall menschlich zwischen Pferdebesitzer und Reitpartner gut klappen und vor allem natürlich auch zwischen Reiter und Pferd. Halte dich an Absprachen und Vereinbarungen als Mitreiter, aber auch als Pferdebesitzer, denn im Endeffekt wollen wir doch alle nur das Beste für unsere geliebten Pferde.

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Ich bin Lena, 29 Jahre alt und liebe es, für euch Beiträge zu schreiben.

Vor über 20 Jahren habe ich meine Liebe zu den Pferden entdeckt und diese sogar durch mein Studium Pferdewirtschaft zu meinem Beruf gemacht. Gerade reise ich durch Australien und versuche noch mehr verschiedene und internationale Eindrücke in die Pferdewelt zu bekommen.

Solltet ihr Wünsche zu bestimmten Themen haben - immer her damit. :) Viel Spaß beim Lesen!

- Lena Junker

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