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Decken, Decken, Decken Teil II - Die unterschiedlichen Deckenarten & ihre Pflege

Wassersäule, Denier, Gramm-Füllung ... ganz schön viele Zahlen und Angaben im Pferdedecken-Dschungel. Damit ihr euch zukünftig besser darin zurecht findet und auch wisst, wie ihr welche Decke am besten pflegen könnt, sind in diesem Artikel alle wichtigen Informationen zusammengefasst.

Was bedeuten die verschiedenen Angaben?

Dass es bei der Suche der richtigen Decke leider nicht nur auf die schönste Farbe ankommt, ist wohl jedem bewusst. Doch mit den verschiedenen Angaben kann man sehr schnell überfordert sein. Daher sind hier die wichtigsten aufgezählt.

Denier

Denier ist die Einheit für die Fadenstärke. Genau gesagt, meint Denier das Gewicht pro Fadenlänge (1 Denier = 1 Gramm pro 9.000 Meter). Generell gilt, je höher die Fadenstärke, desto reißfester ist das Material. Jedoch ist zum Beispiel Nylon viel fester als Baumwolle und daher solltest du immer darauf achten aus welchem Material die Decke ist. So ist eine 1200 D Baumwolldecke weniger widerstandsfähig als eine 600 D Decke aus Nylon.

Wassersäule

Je höher die Wassersäule, desto wasserdichter ist ein Material. Als wasserabweisend gilt ein Bereich von 800 - 1300 Millimeter, alles was über diesem Bereich liegt, gilt als wasserdicht.

Füllung

Pferdedecken sind mit unterschiedlichen Wattierungen erhältlich. Diese werden in Gramm angegeben und sagen aus, wie viel Gramm Füllung auf einen Quadratmeter kommen. Es sind Decken ohne Füllung erhältlich und steigern sich in der Regel in hunderter Schritten. Umso höher die Gramm Angabe, desto wärmer die Decke.

Atmungsaktiv

Die Atmungsaktivität sollte stets im Auge behalten werden. Denn auch eine wasserdichte Decke sollte atmungsaktiv sein, damit feuchtes Fell noch trotz Decke trocknen kann. Sie wird in g/m/24h angegeben. Das heißt, wie viel Gramm Wasserdampf kann durch einen Quadratmeter in 24 Stunden entweichen.

Die verschiedenen Deckenarten

Die Abschwitzdecke

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Diese Decke kommt vor allem in den kälteren Monaten zum Einsatz. Viele Reiter nutzen sie, um das Pferd beim Warmreiten vor der kalten Außentemperatur zu schützen und nach dem Reiten, um das schwitzende Pferd besser trocken zu bekommen. So wird zum einen vermieden, dass gerade der empfindliche Rücken Zugluft abbekommt und zum anderen die Feuchtigkeit vom Pferd weg nach außen transportiert wird, wo diese dann verdunsten kann. Auch hier gibt es unterschiedliche Ausführungen. Soll das Pferd eine Weile mit der Decke in der Box stehen, sollte eine Variante mit Bauchgurten gewählt werden. So kann sichergestellt werden, dass die Decke beim Wälzen nicht verrutscht. Beim Reiten sind diese Gurte jedoch eher lästig. Hierbei sollte eher auf eine Decke ohne Gurte zurückgegriffen werden. Viele Reiter bevorzugen es, die Abschwitzdecke eine Nummer größer zu kaufen, da sie mit Sattel sonst etwas zu kurz sein könnte. Außerdem dient die Fleece-Decke im Winter noch einem wichtigen Zweck, nämlich die Menschen, vor allem beim Zuschauen, warm zu halten. :)

Achte beim Kauf der Abschwitzdecke auf eine gute Qualität. Es ist sehr wichtig, dass die Decke die Feuchtigkeit auch zur Außenfläche transportiert, denn nur so kann dein Pferd trocknen. Dies erkennst du, wenn sich kleine Feuchtigkeiströpfchen auf der Außenseite der Decke bilden, nachdem du diese auf dein verschwitztes Pferd gelegt hast. Die Unterseite hingegen sollte trocken bleiben.

Das Waschen der Decken ist recht einfach. Diese können in der Waschmaschine bei 30-40 Grad gesäubert werden. Nutze jedoch keinen Weichspüler, da dieser dem Fleece schadet. Viel besser verträgt sich Hygienespüler oder auch ein extra Waschmittel für Pferdedecken. Schließe vor dem Waschen alle Klettverschlüsse, damit diese nicht an dem Stoff reiben. Um die Langlebigkeit der Decke zu erhöhen, empfiehlt sich die Umdrehungszahl des Schleuderprogramms etwas zu minimieren, denn auch durch das Schleudern wird das Material beansprucht. Danach nur noch aufhängen und geduldig warten, bis die Decke getrocknet ist.

Die Regendecke / Weidedecke

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Der Schrecken jedes Reiters...ein von Regen nasses Pferd, wenn man eigentlich reiten möchte. Jedoch kann man dem durch eine geeignete Regendecke Abhilfe schaffen. Auch bei dieser Decke, ist der richtige Sitz ausgesprochen wichtig. Zum einen kann nur eine richtige Passform optimal vor Regen schützen und zum anderen verursachen schlecht sitzende Decken Scheuerstellen oder können sogar zu Muskelverspannungen und Nervenentzündungen führen. Auch wenn eine Regendecke wasserdicht sein sollte, darf sie gleichzeitig die Atmungsaktivität nicht verlieren. Denn Pferde auf der Weide toben auch mal gerne rum und können dadurch ins Schwitzen kommen. Hierbei sollte die Decke auf jeden Fall in der Lage sein, mögliche Feuchtigkeit nach Außen zu transportieren. Viele Hersteller, ganz vorne mit dabei Bucas und Horseware, verwenden High Tech Textilien aus dem Outdoor- und Sportbereich um Regendecken mit optimalen Eigenschaften herzustellen.

Auch über ein Halsteil an der Regendecke solltest du unbedingt nachdenken. Durch nasses und kaltes Wetter kann die Halsmuskulatur deines Pferdes schnell verspannen. Die Decke mit Halsteil kann dem entgegenwirken und bietet daher einen Rundum-Schutz.

Ebenso sind Regendecken mit verschiedenen Füllungen erhältlich. Praktisch ist auch eine Kombination aus wasserdichter Oberdecke und unterschiedlich gefütterten Unterdecken, welche zum Beispiel der Hersteller Horseware anbietet. So kann eine dünne Regendecke ruckzuck in eine warme Winterdecke verwandelt werden.

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Die Pflege der Regendecken gestaltet sich nicht ganz so einfach. Die große Frage hierbei ist immer: Imprägnieren oder nicht imprägnieren? Auf keinen Fall sollte ein flüssiges Imprägniermittel mit zur Wäsche gegeben werden. Es imprägniert nämlich die ganze Decke und die Atmungsaktivität geht verloren. Eine bessere Variante ist das Aufsprühen eines Imprägniersprays auf die Außenseite der Decke. Je nach Modell, sollte dies regelmäßig wiederholt werden, damit die Wasserdichtigkeit gewährleistet ist. Die meisten Pferdedecken kommen allerdings glücklicherweise auch ohne Imprägnierung aus, da sich die Imprägnierung in der Regel auch auf der Innenseite des Außenmaterials befindet und somit das Einsprühen erst gar nicht möglich ist. Nutze auf jeden Fall ein geeignetes Pferdedecken Waschmittel, denn durch herkömmliche Mittel kann die wasserdichte Beschichtung beschädigt werden. Außerdem sollte die Waschmaschinentrommel groß genug sein, da die Decken nicht richtig gereinigt werden, wenn sie zusammen gepresst sind.

Die Stalldecke

Im Gegensatz zu Weidedecken sind Stalldecken nicht wasserdicht. Sie sollen das Pferd im Stall gegen Kälte schützen und sind in unterschiedlichen Gramm Füllungen erhältlich. Auch hier kann ein Halsteil gerade bei geschorenen Pferden sinnvoll sein, denn es sollte nicht unterschätzt werden, wie viel Wärme am Hals verloren gehen kann. Genaueres über Winterdecken und wie ihr die passende Decke findet, könnt ihr nochmal detaillierter in unserem Blogbeitrag “Decken, Decken, Decken - Teil I" nachlesen https://www.fundis-reitsport.de/blog/ausruestung/eindecken-umdecken-ausdecken-jedes-jahr-das-gleiche-spiel

Die meisten Stalldecken sind bei 30 Grad maschinenwaschbar, aber auch hier gilt, nicht zu sehr schleudern, keinen Weichspüler benutzen und am besten auch wieder zu einem speziellen Pferdedecken Waschmittel greifen. Die Waschanleitung findet ihr meistens im Brustteil der Decke und diese solltet ihr unbedingt beachten. Am besten befreit ihr die Decke vor dem Waschgang von dem groben Dreck, denn vor allem eure Waschmaschine wird es euch danken. Schwere Winterdecken können sich mit viel Wasser vollsaugen und daher sehr schwer werden. Achtet darauf, dass eure Waschmaschine dafür ausgelegt ist. Haushaltsübliche Maschinen sind meistens zu klein für das viele Volumen. Muss die Decke zu sehr in die Trommel gestopft werden, kann sie nicht richtig gereinigt werden. Gebt eure Decken dann doch lieber in eine Pferdedecken-Wäscherei.

Damit ihr lange Freude an all euren Decken habt, solltet ihr sie zwischendurch immer mal wieder abbürsten oder das glatte Obermaterial mit einem Schwamm sauber wischen. Auch die Klettverschlüsse sollten regelmäßig gereinigt werden. Hierfür gibt es auch extra kleine Bürsten, welche die Fussel aus dem Klett ziehen und ihn so wieder besser haften lassen. Lagert eure Decken an einem trockenen, sauberen Ort, wenn sie nicht benötigt werden und einer langen Nutzungsdauer steht nichts im Wege. Für eine saubere Lagerung bietet sich beispielsweise die Deckentasche Rug Bag von Kentucky Horsewear an - sie bietet, je nach Dicke, Platz für 3-5 Decken.

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Die Fliegendecke

In vielen Gegenden ist die Fliegenplage im Sommer sehr schlimm. Kaum werden die Temperaturen etwas wärmer, wird die Freude auf gutes Wetter durch diese lästigen Viecher getrübt. Eine Erleichterung kann hierfür das Nutzen einer dünnen Fliegendecke sein. Es gibt sie in verschiedenen Varianten zum Beispiel für die Koppel, zum Ausreiten, mit und ohne Halsteil. Oft zu sehen, ist auch die Zebra-Variante. Dies hat aber nicht (nur) den Grund, optisch aufzufallen, sondern vielmehr den Insekten das Landen zu erschweren. Gerade Bremsen können durch das Muster nicht mehr taxieren und prallen sogar manchmal gegen den Pferdekörper. Dieser Effekt wird bei starkem Kontrast und schmaleren Streifen verstärkt. Jedoch hilft dieser ausgefallene Look nicht bei normalen Stechmücken, da sich diese mit dem Geruchssinn orientieren.

Achtet beim Kauf der Fliegendecke darauf, dass sie aus engmaschigem, reißfestem Material besteht. Vor allem beim Weidegang wird die Decke durch Wälzen und Herumtoben sehr in Anspruch genommen. Hierfür ist auch wichtig, dass sie gut am Pferdekörper anliegt, sodass keine Insekten dazwischen kriechen können. Jedoch muss sie auch genügend Bewegungsspielraum lassen, welcher durch die Bauchgurte und Brustverschlüsse angepasst werden kann. Außerdem gibt es auch schon Fliegendecken mit UV-Schutz, die vor allem dann sinnvoll sind, wenn die Tiere lange in der Mittagssonne stehen.

Damit du, aber vor allem dein Pferd, lange Freude an der Fliegendecke habt, entferne immer gleich den gröbsten Schmutz nach der Nutzung. Die schonendste Variante, das etwas empfindliche Material zu waschen ist per Hand mit einem speziellen Pferdedecken Waschmittel. Natürlich kannst du auch die Waschmaschine nutzen, jedoch empfiehlt sich hier der Schonwaschgang, da die Verschlüsse und Schnallen sonst zu stark an dem Material reiben und es dadurch in Mitleidenschaft ziehen können.

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Ich bin Lena, 27 Jahre alt und liebe es, für euch Beiträge zu schreiben.

Vor über 20 Jahren habe ich meine Liebe zu den Pferden entdeckt und diese sogar durch mein Studium Pferdewirtschaft zu meinem Beruf gemacht. Gerade reise ich durch Australien und versuche noch mehr verschiedene und internationale Eindrücke in die Pferdewelt zu bekommen.

Solltet ihr Wünsche zu bestimmten Themen haben - immer her damit. :) Viel Spaß beim Lesen!

- Lena Junker

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